Gran Turismo 5 Prologue im Test

Nach vielen Stunden auf der Piste steht fest: Das ist mehr als eine Demo! Der Vorgeschmack auf GT5 im Test.

von Markus Schwerdtel,
19.03.2008 12:46 Uhr

Ein Autokauf läuft normalerweise so: Man liest Fachzeitschriften, schaut sich im Internet um und fragt Kumpels nach ihrer Meinung, bis man sich für ein schnittiges, üppig ausgestattetes Modell entschieden hat. Dann holt man Preisinformationen ein, erschrickt kurz und kauft dann doch eine rostige Gebrauchtmöhre mit 300.000 auf dem Zähler Kilometern für 500 Euro, obwohl die Rostlaube eigentlich schon für den Ersatzteilflohmarkt in Minsk vorgesehen war. Eine Fluchtmöglichkeit aus dieser Motor-Tristesse bietet seit PSone-Zeiten die Gran Turismo-Serie von Polyphony. Hier gibt’s glänzende Boliden aller Marken und Preisklassen, die man obendrein mit edlen Tuningteilen verschönern darf. Und das alles kostet nicht mehr als die paar Euro für die Spieledisk und etwas Zeit. Na gut, viel Zeit. Denn auch virtuelle Rennfahrer müssen sich die nötige Kohle erst mit unzähligen Rennen verdienen.
Viel Zeit gönnt sich Polyphony auch für Gran Turismo 5, den neuesten Ableger der Serie für die PlayStation 3. Der soll neben fantastischer Optik auch einen riesigen Fuhrpark mit über 900 Autos bieten. Bis das Motormonster jedoch erscheint, wollen die Entwickler ihre riesige Fangemeinde mit Gran Turismo 5 Prologue bei Laune halten. Dieser Appetithappen ist mit fünf Grundstrecken und 70 Autos nicht gerade umfangreich, bietet jedoch einen Vorgeschmack auf die technische Pracht des großen Bruders. Doch was andere Hersteller vielleicht als Demo veröffentlichen würden, will Polyphony verkaufen (siehe Kasten). Lohnt sich das?

Blechlawine

Was ist das Wichtigste bei einem Rennspiel? Natürlich die Autos! In Gran Turismo 5 Prologue gibt es davon rund 70 Stück von 31 Herstellern. Die Palette reicht von schwachbrüstigen Schaukeln wie dem Daihatsu Capuccino über den sportlichen Mitsubishi Lancer Evolution 07 bis hin zu schweren Prototypen und Konzeptstudien. Letzte sind allerdings deutlich in der Minderzahl, meist müsst ihr euch mit Serienmodellen begnügen. Wie im echten Leben und früheren Gran Turismo-Teilen kosten die Boliden Geld. Während ein recht leistungsstarker BMW 135i schon für schlappe 65.000 Credits zu haben ist, kostet ein richtiger Tourenwagen auch mal eine Million. Zum Vergleich: Die Siegprämie in der niedrigsten Rennklasse liegt bei 10.000 Credits, für ein großes Auto muss man also eine ganze Weile fahren. Im Klartext: Auch in Gran Turismo 5 Prologue ist es mitunter nötig, das gleiche Rennen wieder und wieder zu bestreiten, um das Geld für die Wunschkarossen aufzutreiben.


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