GRID 2 - Rennsport intensiv

Lange fünf Jahre nach dem ersten Teil geht GRID 2 im Mai endlich auf der PlayStation 3 und Xbox 360 an den Start. Wir haben uns das Rennspiel beim Entwickler Codemasters angeschaut.

von Tobias Veltin,
14.02.2013 18:00 Uhr

GRID 2 - Vorschau-Video zum Codemasters-Rennspiel GRID 2 - Vorschau-Video zum Codemasters-Rennspiel

Verbremst! Mit 200 Sachen donnern wir volle Möhre in die Bande - verdammt! Platz Eins ist wohl futsch. Denkste! Mit der Rückspulfunktion einfach ein paar Sekunden in die Vergangenheit gereist, richtig gebremst und doch noch den Sieg eingefahren. Als das famose Race Driver: GRID vor knapp fünf Jahren erschien, war es das erste Rennspiel überhaupt, das uns per Rewind-Funktion den Sprung in die Vergangenheit erlaubte.

Heute ist das Spulen auf Knopfdruck mehr oder weniger Standard in der Rennspielwelt. Mit gehörigem Abstand erscheint im Mai der zweite Teil, schlicht GRID 2 betitelt. Stellt sich die Frage, ob der Nachfolger ebenfalls für neue Standards sorgen kann. Wir waren bei den Rennspiel-Experten von Codemasters in England, haben unter anderem mit Toby Evan-Jones, dem Associate Producer von GRID 2 gesprochen und durften selbst Hand anlegen.

Ein Schwerpunkt des Spiels soll - man höre und staune - die Geschichte des Spiels werden. Richtig gelesen, die Geschichte. Bei einem Rennspiel! Und bei der steht ein gewisser Patrick Callahan im Mittelpunkt.

Ein steinreicher Self-Made-Millionär, Renn-Junkie und einflussreicher Promoter, der nicht nur die Crème de la Crème aus Business, Sport und Kultur kennt, sondern auch die champagnertriefendsten Parties in Hollywood organisiert. Ein fokussierter Arbeiter, ein Winner-Typ. Und eben jener fürs Spiel erdachte Callahan hat derart viel Benzin im Blut, dass ihm eines Tages die »normalen« Rennserien wie die Formel 1 und Tourenwagen zu langweilig werden.

Im Karrieremodus seid ihr in den unterschiedlichsten Autos überall auf der Welt unterwegs.Im Karrieremodus seid ihr in den unterschiedlichsten Autos überall auf der Welt unterwegs.

Wieder und wieder stellt er sich die Frage: »Müsste der beste Rennfahrer der Welt nicht eigentlich mehrere Disziplinen beherrschen?« Besessen von dieser Idee gründet er die WSR, die World Series of Racing, die nicht nur verschiedene Renndisziplinen, sondern auch Autoclubs aus der ganzen Welt zusammenführen soll - eine Art Zehnkampf des Motorsports sozusagen. Was ihm dafür allerdings noch fehlt, ist eine Gallionsfigur. Eine Person, die die WSR bekannt und populär machen soll. Und wie könnte es anders sein - an dieser Stelle kommen wir ins Spiel und sollen alles wegrocken, was Benzin im Tank hat.

Zugegeben, besonders originell ist die Geschichte für den Karrieremodus von GRID 2 nicht, auch wenn eine übergreifende Rennliga einen gewissen Reiz bietet. Trotzdem ist es lobenswert, dass Codemasters versucht, den Einzelspielermodus mit einer Story zusammenzuhalten und so mit Leben zu füllen. Flair dürfte dabei genügend aufkommen: Laut Toby Evan-Jones wird es nicht nur langweilige Texteinblendungen, sondern vollwertige Zwischensequenzen geben, die die Geschehnisse rund um unseren aufstrebenden Rennfahrer erklären und vorantreiben.

Damit das Ganze auch glaubwürdig und entsprechend professionell rüberkommt, arbeitet Codemasters eng mit dem Sportsender ESPN zusammen. Kommentator Kevin Connors und Moderator Toby Moody sind Motorsport-Experten beim US-Sender und kommentieren die Ereignisse im Verlauf des Karrieremodus.

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