Guitar Hero: Warriors of Rock - gamescom-Vorschau - Vorschau für Xbox 360, PlayStation 3 und Wii

Den inzwischen bereits sechsten Teil der Guitar-Hero-Serie konnten wir auf der gamescom anspielen. Gelingt Activision dank Storymodus der erhoffte Neuanfang?

von Daniel Matschijewsky,
18.08.2010 15:31 Uhr

Knöpfchen drücken, Musik nachspielen, und das seit mittlerweile fünf Guitar Hero-Teilen sowie unzähligen Ablegern -- was kann man da noch großartig verändern? Neversoft kann und will Guitar Hero: Warriors of Rock eine Handlung verpassen. Knöpfchen drücken, Musik nachspielen und eine Geschichte verfolgen – ob das funktioniert? Wir haben’s ausprobiert.

Der aus den Vorgängern bekannte und auf Dauer arg öde Karrieremodus verlässt die Guitar-Hero-Bühne und macht dem neuen so genannten Quest-Mode Platz. Darin berichtet der vom Kiss-Bassisten Gene Simmons vertonte Erzähler die Legende eines Halbgotts, der von einem fiesen Dämon gefangen genommen wurde und nur durch eine magische Gitarre befreit werden kann. Das erinnert entfernt an Brütal Legend und präsentiert sich auch mit demselben Mix aus düsterem Metal-Universum, jeder Menge Humor und gut gemachten Zwischensequenzen.

Um sich dem Dämon entgegen zu stellen, müsst Ihr Bandmitglieder rekrutieren, was in der Regel bedeutet, dass Ihr Songs meistern müsst. Der Clou dabei: Jedes der bislang acht Crewmitglieder beschert euch spezielle Boni. Die durchgeknallte Echo Tesla etwa erhöht regelmäßig eure Starpower, wenn Ihr mindestens zehn Noten hintereinander korrekt spielt. Die Boni lassen sich sogar stufenweise ausbauen, was Guitar Hero: Warriors of Rock einen Hauch Rollenspiel verpasst und sehr motivieren dürfte.

Neversoft will mit Warriors of Rock nicht nur eine Geschichte erzählen, sondern auch spielerisch wieder zu den Wurzeln der Serie zurückkehren. Ob das eine gute Nachricht ist, bleibt abzuwarten. Schließlich war Guitar Hero schon immer recht anspruchsvoll und anders als Rock Band eher für Plastikgitarren-Virtuosen denn für feierlaunige Gelegenheitszocker geeignet. Unsere erste Anspiel-Session verstärkt diesen Eindruck: Der Schwierigkeitsgrad von Warriors of Rock ist schon zum Karrierestart ausgesprochen knackig. Und das Finale soll laut Neversoft sogar gleich mehrere Songs bieten, die in Sachen Anspruch an den Button-Overkill „Through the Fire and Flames“ von Dragonforce aus Guitar Hero 3: Legends of Rock erinnern.

Neben dem Karrieremodus bekommt auch das schnelle Spiel eine Frischzellenkur verpasst. So stecken in jedem Song nun satte 13 Aufgaben, die es zu erfüllen gilt. Notenserien, ein perfektes Solo, eine Mindestpunktzahl oder gelungene Schlagzeug-Improvisationen – die Liste ist so lang wie kreativ. Cool: Selbst Download-Songs, auch die aus den Vorgängern, bekommen die optionalen Mini-Quests spendiert.


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