Seite 2: Halo 3 im Test

Außerirdische Archäologen mit bösen Absichten

Seit der Ankunft der Allianz hat sich das Gesicht der Welt drastisch gewandelt. Von den einstmals stolzen Hauptstädten der Menschheit sind nur noch Ruinen und verbrannte Asche übrig. Allerdings sind die extraterrestrischen Aggressoren nicht nur um der Zerstörung willen auf dem blauen Planeten gelandet. Nach der totalen Vernichtung der Menschheit ist die Suche nach einem mysteriösen Artefakt nämlich der zweitwichtigste Punkt auf der Allianz-Agenda. Dass der Dreh- und Angelpunkt der Verteidigungspläne des menschlichen Oberkommandos einen verbeulten grünen Metallanzug trägt und ungefähr soviel Charme besitzt wie eine Kühlschrank-Gefrierkombination, versteht sich dabei fast von selbst.

Als wärt ihr niemals fortgewesen...

Die Halo-Reihe zeichnet sich durch etwas aus, dass nicht vielen Ego-Shootern zu Eigen ist. Im Gegensatz zu vielen Genre-Kollegen, die in erster Linie durch überzogene Brutalität oder ellenlange Nachladeanimationen von sich reden machen, überzeugt Halo durch ein ganz eigenes Spielgefühl, dass sich die Serie auch in ihrem Xbox 360-Auftritt erhalten hat. In der Sekunde, in der ihr die Kontrolle über den letzten Spartaner übernehmt, kehrt es zurück – das Halo-Gefühl! Die Illusion, mitten in den tobenden Feuern eines intergalaktischen Krieges zu stehen. Das Wissen, mit dem mächtigsten Soldaten, den die Menschheit jemals hervorgebracht hat, gegen noch mächtigere Gegner anzutreten. Und die Sicherheit, dank der hervorragenden Steuerung jederzeit alles unter Kontrolle zu haben. Ein wenig Zuversicht ist auch dringend nötig, denn die Truppen des Propheten der Wahrheit haben überall auf der Erde Stützpunkte errichtet. Wohin man schaut zischen Banshees und Phantom-Kreuzer durch den einst friedlichen Himmel, der Boden wimmelt vor Elites, Grunts und Jägern. Zum Glück (und dank der im Vergleich zu Halo 2 nur leicht veränderten Steuerung) hat der Master Chief sein Handwerk nicht verlernt. Mit zwei Waffen im Gepäck, einer Ladung Granaten im Gürtel und dem sich selbst regenerierenden Energieschild unseres Kampfanzuges ziehen wir in der Ego-Ansicht in den comichaft-überzeichneten Science-Fiction Krieg.


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