Halo 3: ODST - Angespielt auf der gamescom

Halo-Experte Tobi hat sich den neuen Halo 3-Teil ODST auf der gamescom genau angeschaut. Hier lest ihr seine Eindrücke.

von Tobias Veltin,
20.08.2009 18:35 Uhr

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Halo 3: ODST für die Xbox 360 mag man auf den ersten Blick nicht für einen "richtigen" Halo-Teil halten. Warum? Der Masterchief, Held der bisherigen Saga spielt nicht mehr mit! Das ist aber kein Grund für Trauer, denn Ersatz steht parat - und zwar in Form einer Gruppe von ODST-Soldaten, menschlichen Spezialeinheiten, die ebenfalls gegen die feindliche Rasse der Covenant kämpfen.

Gleich zu Beginn der Kampagne landet man in einer Sprungkapsel in New Mombasa - der Stadt die schon in Halo 2 Austragungsort erbitterter Schlachten war. Die Metropole wird aber noch im selben Moment zerstört, so dass die ODST-Truppen unweigerlich abstürzen und überall verstreut eine Bruchlandung hinlegen. In der brennenden und zerstörten Metropole ist es nun hauptsächlich unsere Aufgabe, die anderen verschollenen ODST-Mitglieder wiederzufnden. Die fehlenden Superkräfte wie der aufladbare Schild oder hohe Sprünge machen ODST zu einem gefühlt aber nicht grundsätzlich anderen Spiel. Denn die brillante Spielbarkeit der Halo-Reihe behält auch ODST bei. Die Steuerung funktioniert hervorragend und geht gerade Serien-Veteranen gut von der Hand. Lediglich ein paar HUD-Anzeigen sind anders, beispielsweise gibt es nun keinen Bewegungssensor mehr. Das Szenario ist übrigens insgesamt wesentlich düsterer gehalten, was sich unter anderem auch in der Farbgebung widerspiegelt.

Die Technik von Halo 3: ODST basiert auf einer leicht aufgebohrten Halo 3-Engine. Die Entwickler legen nun den Schwerpunkt auf die Verfeinerung von Grafikeffekten. So sehen zum Beispiel der Rauch und die Flammen, die gierig aus den zerstörten Häusern quellen, sehr schick aus, zusätzlich hat man oft wunderschöne Metropole-Panoramen auf dem Schirm. Was uns beim Anspielen ebenfalls auffiel sind die wesentlich verbesserten Gesichtsanimationen der einzelnen Charaktere. Soundtechnisch hat sich nicht allzu viel verändert - muss aber auch nicht. Denn Grunt-Gequieke oder die Waffengeräusche klingen satt wie eh und je.

An bestimmten Stellen im Spiel kann man sich in das Kontrollsystem der Stadt hacken und bekommt dort Zugang zu z.B. detaillierten Karten. New Mombasa ist sehr groß, laut Aussagen von Brian Jarrad (Bungie) handelt es sich um die größte Halo-Umgebung bisher. Bis man alles gesehen hat, dürfte also einige Zeit vergehen. Wer dann noch nicht genug Halo-Nachschub getankt hat, stürzt sich in den neuen Firefight-Modus. Hier tritt man mit bis zu vier Spielern gegen immer stärker werdende Angriffswellen von Covenant-Aliens an. Durch optionale Schädelsymbole kann man dort die Schwierigkeit zusätzlich regulieren, was gerade für Freunde des dritten Teils eine wahre Freude sein dürfte. Der Firefight-Modus sorgt demnach für genügend Langzeitmotivation, wir hatten beim Anzocken schon eine Menge Spaß mit der neuen Mehrspieler-Option.

Halo 3: ODST
Genre: Action
Release: 22.09.2009

Fazit

Die Präsentation und Anspielsession hat unsere letzten Zweifel ausgeräumt. Halo 3: ODST reiht sich nahtlos in die qualitativ hochwertige Halo-Serie ein und dürfte aufgrund der spannenden Geschichte und des Firefight-Modus weit mehr werden als ein simples Addon.


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