Hearthstone - Disconnect dreht E-Sport-Match, Betrugsvorwürfe laufen ins Leere

Auf der DreamHack Winter 2015 gab es eine Kontroverse bei einem E-Sport-Match in der Disziplin Hearthstone: Ein Client-Absturz sorgte für einen Neustart und einen unerwarteten Sieger. Einige Zuschauer vermuteten anschließend eine Verschwörung.

von Tobias Ritter,
01.12.2015 10:26 Uhr

Eine Partie Hearthstone zwischen den beiden E-Sportlern Borsss und Zetalot hat auf der Dreamhack 2015 für einen kleinen Skandal und kontroverse Diskussionen gesorgt. Im Achtelfinale des Turniers hatte zunächst Zetalot die Oberhand, indem er den Flammenschürer seines Kontrahenten zum Schweigen gebracht hatte.

Die Wende folgte dann jedoch auf dem Fuße - und zwar nicht etwa durch eine gewitzte Aktion seitens Borsss, sondern durch einen Client-Absturz: In einer Aufzeichnung der Partie ist zu sehen, wie der Spieler aus Deutschland verwundert die Arme hebt, seine Kopfhörer abnimmt und das Weiterspielen einstellt.

Nachdem anfangs noch spekuliert wurde, Borsss habe einfach nicht verstanden, warum sein Flammenschürer keinen Schaden macht - ein äußerst unwahrscheinliches Szenario für einen professionellen Turnier-Spieler - stellte sich wenig später heraus, dass es einfach einen Verbindungsabbruch gab. So lautete jedenfalls die Erklärung der Moderatoren.

Einige Spieler hielt das nicht davon ab, die eine oder andere Verschwörungstheorie zu verbreiten. Eine der etwas abstrusen Erklärungsversuche aus der Community: Der Moderator und die Turnier-Leitung hätten Borsss einfach nur schützen wollen und deshalb einen Disconnect als Grund dafür vorgeschoben, dass der Spieler das Weiterspielen eingestellt hatte.

Nachdem der entsprechende Hearthstone-Subreddit durch kontroverse Diskussionen geflutet wurde, konnten die Zweifel nun jedoch entkräftet werden: Ein Screenshot aus der Stream-Aufzeichnung zeigt eindeutig eine Disconnect-Fehlermeldung auf dem Bildschirm von Borsss. Auch ein Dreamhack-Sprecher bestätigte später, dass es einen Client-Crash gegeben habe und das Match deshalb neugestartet worden sei.

Borsss konnte die Partie nach dem Neustart übrigens gewinnen. Im anschließenden Viertelfinale musste er sich dann jedoch Greensheep aus Großbritannien geschlagen geben. Als Sieger wurde schließlich der Kanadier PurpleDrank gekürt.

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