Heavenly Sword - Angespielt

Das Erstlingswerk von Ninja Theory im GamePro-Check. Wir haben Heavenly Sword ausprobiert.

von André Horn,
13.07.2007 16:20 Uhr

Eins vorweg: Der Preis für die Videospielheldin mit dem größten Sex-Appeal (soweit man bei virtuellen Charakteren davon sprechen kann) geht eindeutig an die Heldin von Heavenly Sword. Zum Glück hat sie (und damit das Spiel) aber mehr zu bieten als nur körperliche Reize.

Heavenly Sword ist ein Schnetzler im Stil von Devil May Cry, angereichert durch Elemente, die wir derzeit vor allem durch God of War kennen.

Die E3-Demo startet mit einer Zwischenszene. Wir beobachten, wie ein Zug Sklaven von einigen brutalen Wächtern in eine Befestigungsanlage getrieben wird. Unsere Heldin ist durch eine Schlucht vom Geschehen getrennt. Nach dem Ende der Cutscene bewegen wir uns zu einem Knoten, mit dem ein Seil befestigt ist, das über die Schlucht führt. Eine leuchtende Sphäre hat uns zuvor diesen Aktionspunkt signalisiert. Durch Druck auf „X“ springen wir auf das Seil. Es folgt eine Quicktime-Sequenz ala God of War. Durch mehrfachen Druck auf „X“ sprinten wir übers Seil, bis die gegnerischen Schergen uns bemerken und die Strippe kappen. Jetzt schnell „Links“ drücken und auf ein anderes Seil wechseln. Das Spielchen geht eine Weile so weiter, bis unsere Heldin mit einem behänden Sprung auf der anderen Seite angekommen ist und mitten in einen Haufen von Gegnern segelt. Jetzt geht das Gemetzel los. Mit den Schultertasten wird geblockt, „Quadrat“ löst eine simple Attacke aus. Mit „Dreieck“ wählt ihr eine alternative Attacke bzw. bei passendem Timing einen Gegenangriff. „Kreis“ sorgt für eine „Super Style Attack“, auf gut deutsch: einen sauberen Finisher. Mit „X“ greift ihr Gegenstände (oder Gegner!) und schleudert sie durch die Gegend. Kombinationen der verschiedenen Tasten sind selbstverständlich auch möglich und resultieren in besonders schönen Angriffen.

Mit der ersten Welle von Gegnern haben wir gleich auch eine komplette Felsstruktur zum Einsturz gebracht, die mit Karacho auf eine weitere Gruppe von Sklaventreibern kracht. Es folgt ein weiterer kurzer Quicktime-Event und eine weitere große Schlacht. Nachdem wir auch die zweite Welle von Feinden erledigt haben, erscheinen in einem Tor drei fette, große Krieger. Wir massieren kurz unsere Daumen und bereiten uns mental auf ein dramatisches Finale vor, da ist die Demo auch schon zuende. Mehr als ca. fünf Minuten Gameplay haben uns die Entwickler auf der E3 nicht gegönnt. Die hatten es aber in sich. Wer auf sexy Charakterdesign, stylishe Kämpfe und Daueraction steht, sollte sich Heavenly Sword ganz weit oben auf der Spiele-Wunschliste eintragen.


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