Innovationsarmut - Indie-Entwicklerin fordert mehr Frauen in der Branche

Die Indie-Entwicklerin Brianna Wu beklagt die mangelnden Innovationen innerhalb der Gaming-Branche und hat auch gleich eine Lösung parat: Mehr Frauen in den Entwicklerteams.

von Tobias Ritter,
14.10.2015 11:08 Uhr

Die großen Entwickler und Publisher der Branche glänzen laut Brianna Wu nicht gerade durch Innovationsfreude. Frauen könnten hingegen frischen Wind bringen.Die großen Entwickler und Publisher der Branche glänzen laut Brianna Wu nicht gerade durch Innovationsfreude. Frauen könnten hingegen frischen Wind bringen.

Call of Duty: Black Ops 3, Assassin's Creed Syndicate, FIFA 16 - immer wieder werfen Spieler den etablierten Entwicklern und Publisher Innovationsarmut vor, wenn es um kommende Spiele-Neuveröffentlichungen geht. Die Indie-Entwicklerin Brianna Wu, Chefin des Entwicklerstudios Giant Spacekat, hat dafür jedoch eine Lösung parat: Mehr Frauen in der Branche könnten endlich die ersehnten Innovationen bringen.

Das hat Wu im Gespräch mit gamesindustry.biz erklärt. Dort führte sie unter anderem das Rennspiel Forza und alle Shooter auf den beiden Konsolensystemen PlayStation 4 und Xbox One als Beispiele für mangelnde Innovationsfreude bei den Entwicklern an:

"Man muss sich doch nur einmal die PS4 und die Xbox One anscauen. Ich weiß nicht, was andere dort sehen, aber ich sehe eine Generation mit fast keiner Innovation. [...] Wenn ich mir Forza anschaue, dann sehe ich ein Spiel von der Xbox 360, das ein paar leicht verbessere Texturen und Partikeleffekte hat. Nichts, was nicht auch mit der vorherigen Generation möglich gewesen wäre. Dasselbe gilt für First-Person-Shooter. Wenn wir im Kern über Frauen in der Technologiebranche sprechen, dann bedeutet das für mich, bessere Spiele zu entwickeln. Sind wir denn nicht alle frustriert darüber, ständig dasselbe bescheuerte Spiel zu spielen?"

Laut Wu ist also die ihrer Meinung nach mangelnde Diversität innerhalb der vielen Entwicklerteams einer der Hauptfaktoren dafür, dass sich an den eigentlichen Spielkonzepten über die Jahre hinweg nur wenig ändert. Frauen verstärkt in die Entwicklungsprozesse einzubinden, könnte der Game-Designerin zufolge für frischen Wind sorgen.


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