Interplay-Mutter in Schwierigkeiten

von Heiko Häusler,
09.06.2004 09:06 Uhr

Der Sturz der amerikanischen Spielefirma Interplay hat jetzt auch Auswirkungen auf die franzöische Mutterfirma Titus. Nachdem gestern der Handel mit den Aktien an der Pariser Börse ausgesetzt wurde, hat Titus heute den Grund dafür mitgeteilt: Das Handelsgericht von Meaux hat Titus sowie drei Tochterfirmen unter den Status des "Redressement Judiciaire" gestellt. Dabei handelt es sich um so etwas Ähnliches wie der Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-amerikanischen Konkursrechts. Jetzt möchte Titus die Zeit des Gläubigerschutzes nutzen, um verschiedene Vermögenswerte zu verkaufen. Die gerichtliche Beobachtungszeit läuft dabei bis Anfang September. Zu den drei Tochterfirmen, die ebenfalls betroffen sind , gehören Sofra Games (Spieleentwicklung). GIE Titus Interactive (Verwaltung der Firma) und Avalon Frankreich (der französische Vertrieb). Seit Anfang des Jahres hat Titus an den Börsen schon dreiviertel seines Wertes verloren. Der Handel wurde beim Wert von 0,16 Euro ausgesetzt.


Kommentare(0)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.