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Iron Man - Filmkritik

Hollywoods Bad Boy Robert Downey Jr. probiert sich als Marvel-Superheld und liefert eine ansehnliche, wenn auch wenig innovative Vorstellung ab - mit reichlich Ironie und gut gemachten Effekten.

von Kai Schmidt,
08.05.2008 17:23 Uhr

Marvel hatte bisher wenig Glück mit seinen Comic-Helden. Zumindest wenig finanzielles Glück. Denn obwohl X-Men, Die Fantastischen Vier oder allen voran Spider-Man den produzierenden Filmstudios wie Columbia und 20th Century Fox Abermillionen einbrachten, fiel an den eigentlichen Erfinder und Lizenzgeber nur ein Krümel des gigantischen Kuchens ab. Experten schätzen, dass Marvel von den 2,5 Milliarden Dollar, die zum Beispiel die drei Spider-Man-Filme eingespielt haben, nur etwa 26 Millionen einstreichen durfte. Verständlich, dass die Marvel-Führungsebene unglücklich über eine derartige Entwicklung ist, hat man doch noch reichlich Helden im Keller liegen, die für eine einnahmeträchtige Verfilmung gut wären. Einen davon hat das neu gegründete Marvel Studio nun aus dem Comic-Archiv geholt und selbst auf die große Leinwand gebracht: Iron Man.

Riskant & teuer

Mit seinem Debüt-Projekt ist Marvel gleich zwei Risiken eingegangen: Mit Jon Favreau (Zathura - Ein Abenteuer im Weltraum) engagierte man einen auf eher seichte, kindgerechte Komödien spezialisierten Regisseur und steckte außerdem den durch Drogenexzesse mit zweifelhaftem Ruf »gesegneten« Robert Downey Jr. in die prestigeträchtige Rüstung. Beides scheint sich allerdings mehr als auszuzahlen. Favreau inszenierte seinen 190 Millionen Dollar schweren Superhelden-Film stilsicher und mit einer gehörigen Portion Ironie. Auch weiß er, den Figuren durch seine hochklassige Schauspielgarde Leben einzuhauchen – darunter Jeff Bridges (The Big Lebowski) als glatzköpfiger Bösewicht mit Rauschebart.

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