Jade Empire im Test

Bioware entfesselt den Pollex! Die Zeiten, in denen der chronisch unterforderte Rollenspielerdaumen untätig auf dem Tastenfeld des Controllers ruhte, sind endlich vorbei.

von André Horn,
03.08.2006 15:52 Uhr

Im Gegensatz zum letzten Bioware-Titel entführt euch Jade Empire nicht in die Zukunft, sondern in eine traumhaft verklärte Fantasy-Variante des mittelalterlichen China. Das Jadereich ist ein Land der Legenden, ein Ort, an dem Geister auf Erden wandeln und arglistige Dämonen einfachen Bürgern nach dem Leben trachten. Begriffe wie Ehre, Hingabe und Aufopferungsbereitschaft, und das stetige Streben nach Perfektion prägen das Leben der Menschen. Für den geschichtlichen Überbau haben sich die Designer großzügig bei populären Filmen wie »Tiger&Dragon«, »A Chinese Ghost Story« und »Princess Mononoke« bedient. Erfahrene Rollenspieler werden sicher auch einige Parallelen zum Pen&Paper-Rollenspiel Rukogan entdecken. Vor Beginn des Abenteuers habt ihr die Wahl zwischen vier vorgegebenen Charakteren, die sich abgesehen von ihrem Aussehen kaum voneinander unterscheiden. Ihr übernehmt die Rolle eines Kampfkunst-Schülers mit rätselhafter Vergangenheit. Die ersten Stunden verbringt ihr damit, euch mit den Grundlagen des Kampfsystems vertraut zu machen und mit anderen Schülern zu plauschen. Nachdem ihr den etwas drögen Auftakt hinter euch gebracht habt, zieht die Geschichte deutlich an und Jade Empire beginnt damit, euch in einen unwiderstehlichen Strudel aus Geistern, Intrigen, Verrat und blutiger Rache zu ziehen. Natürlich müsst ihr das Abenteuer nicht allein bestreiten. Im Verlauf der Geschichte trefft ihr zahlreiche Verbündete (die ihr allerdings nicht selbst steuern könnt), von denen einer immer an eurer Seite bleibt.


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