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"Killerspiele" - Der aktuelle Diskussionsstand

Videospiele werden im aktuellen Zusammenhang mit einer Reihe von Gewaltverbrechen Jugendlicher sehr kontrovers diskutiert. Die Meinungen dazu gehen weit auseinander.

von Discovery Channel,
01.03.2007 17:58 Uhr

Auf EU-Ebene haben sich die Justiz- und Innenminister im Januar 2007 in Dresden grundsätzlich auf ein Verbot von gewaltverherrlichenden Spielen geeinigt, die Entscheidung über die konkrete Umsetzung bleibt den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten jedoch selbst überlassen. In Deutschland gehört vor allem der Ausbau der „Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle“ (USK) zum jüngst entworfenen Sofortprogramm gegen gewaltverherrlichende Videospiele. Aufgabe der USK ist es, gemeinsam mit den Obersten Landesjugendbehörden, die Alterskennzeichnung von Computerspielen durchzuführen. Aber gerade dieser Einrichtung haben etwa Bayerns Innenminister Günther Beckstein oder der Kriminologe Prof. Christian Pfeiffer Versagen und zu große Industrienähe vorgeworfen. Daher halten sowohl Beckstein als auch Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber eine Gesetzesinitiative zum Verbot von so genannten „Killerspielen“, wie etwa dem Egoshooter Counterstrike, für dringend notwendig.

Gestützt wird diese Forderung durch wissenschaftliche Untersuchungen, die Zusammenhänge zwischen realer und fiktiver Gewalt untersuchen. So kommt eine Studie der Universität Potsdam aus dem Jahr 2006 zu dem Ergebnis, dass brutale Computerspiele aggressives Verhalten und „Gewaltbereitschaft“ fördern. Zu dem gleichen Ergebnis kommen auch eine Untersuchung des Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) aus dem gleichen Jahr sowie eine Studie des Hirnforschers Manfred Spitzer. Als weiteres Argument für ein Verbot wird angeführt, dass die virtuellen Bilder der Realität so ähnlich sind, dass die Gamer nicht mehr zwischen Realität und Spiel unterscheiden könnten. Auch die Tatsache, dass in den Zimmern jugendlicher Straftäter oft gewaltverherrlichende Videospiele gefunden worden sind, stützt die Verbotsforderung. So hat etwa der damals 19 jährigen Robert Steinhäuser, der 2002 in einer Erfurter Schule 16 Menschen und sich selbst erschossen hat, solche Videospiele besessen.

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