Killzone Mercenary im Test - Geld regiert die Welt!

Die letzten Jahre haben wir damit verbracht die Helghast mit Inbrunst zu hassen. Der Test zu Killzone Mercenary auf der PlayStation Vita hat uns gezeigt, dass jeder Krieg zwei Seiten hat – und wir stehen irgendwo dazwischen.

von Antonia Seitz,
17.09.2013 13:17 Uhr

Killzone Mercenary - Gameplay-Trailer zum Söldner-Shooter: »Krieg als Geschäft« Killzone Mercenary - Gameplay-Trailer zum Söldner-Shooter: »Krieg als Geschäft«

Moment mal, in Killzone 3 haben wir doch schon die entscheidende Schlacht gegen die außerirdischen Brutalos vom Planeten Helghan gewonnen - was soll da noch kommen? Weil Prequels gerade angesagt sind, unternehmen wir natürlich eine Reise in die Vergangenheit und ziehen im PlayStation-Vita-Ableger Killzone Mercenary noch einmal in längst vergangene Kriegsszenarien. Der Handheld-Shooter knüpft nämlich an die Handlung des allerersten Killzone an.

Im Gegensatz zur Hauptreihe erleben wir aber keine fortlaufende Geschichte, sondern schlagen uns durch einzelne, in sich abgeschlossene Missionen. Da die Episoden vor allem zum Beginn nur lose zusammenhängen, will uns der Helghast-Krieg nicht so recht packen. Dazu trägt auch der Hauptcharakter bei: In der Kampfrüstung von Arran Danner steckt ein skrupelloser Söldner, der sich am Krieg eine goldene Nase verdienen will - nicht gerade der klassische Sympathieträger. So ziehen wir anfangs wir noch für die Menschen in die Schlacht, doch im Spielverlauf erlebt Danner, dass jede Münze zwei Seiten hat. Als wir dem Ruf des Geldes auf die andere Seite folgen, jagen wir plötzlich unsere eigenen Artgenossen im Auftrag der Helghast.

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Money Money Money

In den Einzelmissionen infiltrieren wir meist eine feindliche Basis, schnappen uns Geheiminformationen oder zerstören Kriegsmaschinerie und ballern uns dann den Rückweg frei. Auch wenn die einzelnen Areale allesamt abwechslungsreich gestaltet sind, fängt der lineare Ablauf bald an, sich zu wiederhohlen. Da wir als gut ausgebildeter Söldner natürlich keinen Abzugsfinger rühren, ohne dafür bezahlt zu werden, bekommen wir für jede Aktion Kohle.

Es gibt also nicht nur Geld für abgeschlossene Aufträge, sondern auch für beinahe alles andere: Erledigte Feind, zerstörte Kameras, besondere Aktionen wie Schleich- und Nahkampfangriffe oder gar präzise Kopfschüsse bringen bare Münze. Unsere Kampferlöse investieren wir in neue Waffen und Ausrüstung, mit denen wir wiederum mehr Zaster scheffeln.

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In den Kisten, die auf praktisch jedem Schlachtfeld stehen, bekommen wir von einem Waffenhändler mit russischem Akzent Killzone-typisch jede Menge Voll- und Halbautomatik-Wummen. Von Gewehren über Schrotflinten, Granaten und Körperpanzerung erwartet uns beinahe alles was wir uns wünschen.

Kriegsspielzeug

Der rote Kreis zeigt an, dass wir den Soldaten auch mit einer Van-Guard-Rakete erledigen können.Der rote Kreis zeigt an, dass wir den Soldaten auch mit einer Van-Guard-Rakete erledigen können.

Neu im Waffenshop gibt's die sogenannten Van-Guard Systeme. Das sind extrem nützliche technische Spielereien, die uns auf dem Schlachtfeld oft den nötigen taktischen Vorteil verschaffen. So gibt es zum Beispiel zielsuchende Raketen, Schild- sowie Tarnfunktionen und eine Drohne, die uns umschwirrt und eigenständig Feinde mit Elektroshocks erledigt. Vielen Gefechten setzen wir mit den Van-Guards ein schnelles Ende zu unseren Gunsten.

Doch das hat seinen Preis, die starken Waffensysteme gehören zu den teuersten Artikeln im Shop und lassen sich nicht unbegrenzt einsetzen. Ist die Energie einmal aufgebraucht, müssen wir eine ganze Weile warten, bis sich das System wieder aufgeladen hat. Wenn wir es ohne Wartezeit gleich nochmal einsetzen wollen, kostet das ein nettes Sümmchen extra. Das mag wie Abzocke wirken, unterstreicht aber sehr gut, dass es in Mercenary eben um den finanziellen Aspekt des Kriegs geht.

Killzone Mercenary - Launch-Trailer zum Vita-Shooter zeigt Grafik-Features Killzone Mercenary - Launch-Trailer zum Vita-Shooter zeigt Grafik-Features


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