Kinect - Frühe Skepsis - Rare und Molyneux wollten Knöpfe

Entwickler plaudern über die frühe Entwicklungsphase von Microsofts Kinect und die Vorbehalte gegenüber dem knopflosen Konzept.

von Daniel Feith,
07.09.2010 10:57 Uhr

Dass Microsofts Bewegungscontroller Kinect vollkommen ohne Knöpfe auskommen soll, verursachte in der Industrie zu Beginn der Entwicklung auf massive Skepsis. Wie der Creative Director von Rare, George Andreas, gegenüber dem britischen Magazin Edge erklärte sei man zu Anfang überzeugt gewesen, ohne Knöpfe gehe es nicht.

Microsoft KinectMicrosoft Kinect

"Wir haben uns also Kinect angesehen, das damals noch Project Natal hieß. Das war noch eine richtig frühe Version der Hardware, von Klebeband zusammengehalten. Wir waren sehr beeindruckt von [Kinects] Potential, hatten aber das Gefühl, dass das was wir gesehen haben dieses Potential nicht ausschöpfen könne. Erst als wir uns beim Heimflug darüber unterhielten, wurde uns eines klar: Wir waren absolut überzeugt davon, dass es ohne Knopf nicht funktionieren würde, ohne etwas mit haptischem Feedback mit dem man Aktionen starten könne. Es hat sehr lange gedauert - wir mussten einige Protoypen ausprobieren - bis wir erkannten, dass man keinen Knopf braucht. Zu der Zeit wurden wir ziemlich deutlich gegenüber Kudo [Tsunoda - Projektleiter hinter Kinect]. Peter Molyneux (Chefdesigner der Fable-Serie) übrigens auch."

Es sei sehr schwer gewesen den Designern einzubläuen, die klassischen Knopfinterfaces zu vergessen.

"Man landet einfach immer wieder beim Gamepad-Kontrollschema. Es ist wirklich ein Kreuz."

Rare entwickelt den Kinect-Launchtitel Kinect Adventures sowie weitere Exklusivtitel für Microsofts Bewegungssteuerung.

Kinect kommt im November in den Handel.

Via CVG


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