Kingdom under Fire - Angespielt auf der TGS

Wir haben uns das Action-Rollenspiel für die Xbox 360 angeschaut.

von Markus Schwerdtel,
23.09.2007 18:21 Uhr

Im schicken APA-Hotel gleich neben der Messe hat sich der koreanische Entwickler Blueside (Kingdom under Fire-Reihe) im 46. Stockwerk einquartiert. Dort führt man uns den neuesten, fast fertigen Teil Kingdom under Fire: Circle of Doom vor. „Die Vorgänger waren zu kompliziert, jetzt wird alles viel einfacher!“, verspricht Chef-Designer Henry Lee. Das heißt, nun gibt es keine Befehle an Untergebenen mehr, ja befreundete Truppen fehlen gar völlig. Der Held (aus einer Riege von sechs wählbaren) ist immer
alleine unterwegs und schnetzelt sich in Dynasty Warriors-Manier durch Gegnermassen. Trotzdem kann Henry sein versprechen nicht halten, denn das Charaktersystem von Circle of Doom ist alles andere als simpel. Für getötete Gegner gibt’s Erfahrungspunkte, die ihr in Hitpoints, Skillpunkten oder Glück anlegt. Erstere verbessern die maximale Gesundheit des Helden, mit Skillpunkten kann er coolere Waffen ausrüsten. Zwar darf generell jeder alles schwingen, doch wer zum Beispiel für ein Breitschwert zu schwach ist, haut nur langsam und uneffektiv zu. Das Glück schließlich bestimmt, wie viel Geld oder Gegenstände Gegner fallen lassen. Außerdem beeinflusst es, wann die Spezialfertigkeiten zum Einsatz kommen. Ein Blitzschwert blitzt umso öfter, je höher der Glückswert ist. Rund 60 Spezialeigenschaften für Waffen verspricht Henry, die sich zudem auch noch kombinieren lassen. Eine „fliegende Blutsauger-Wurfaxt der Deflektion“ etwa bleibt besonders lange in der Luft, geht besonders auf Gegner an Wänden los
und zieht ihnen obendrein Lebenskraft ab, die dem Helden zu Gute kommt. Zwei Waffen darf der Held gleichzeitig tragen, es können aber auch zwei Schilde sein. Außerdem hat er noch bis zu zwei Zaubersprüche gleichzeitig parat, so dass ihr mit vier Angriffsmöglichkeiten auf die Feinde losgehen
könnt, die ihr natürlich aufeinander abstimmen sollten. Wie war das noch mal mit einfach, Henry?

In jeder der sechs Welten trefft ihr auf eine Statue, die als Speicherpunkt und Händler fungiert. Was sie verkauft, hängt allerdings von den Mondphasen im Spiel ab. Bei Vollmond gibt’s Heil-Items, bei Neumond bevorzugt Waffen. Fertigkeiten und Zauber lernt der Held nur im Traum, dazu legt ihr euch vor der Statue schlafen und führt dann in der Traumwelt Gespräche mit NPCs, die euch die Sprüche verraten. Klingt alles kompliziert, sieht aber sehr gut aus und dürfte vor allem im Koop-Modus für bis zu vier Kämpfer spannend
werden.


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