Lara Croft GO im Test - Dame schlägt Kobra

Die berühmte Actionheldin turnt jetzt rundenbasiert auf mobilen Plattformen. Das macht im Test zu Lara Croft GO Spaß, der Hitman ist Lara aber einen Schritt voraus.

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Lara Croft GO? Ein Brettspiel für Tablets und Smartphones? Es gibt Spielkonzepte, die klingen in der Theorie mehr als abenteuerlich, entpuppen sich jedoch als erstaunlich sinnig. Hitman GO ist ein solcher Fall: Die Adaption der Schleich-Serie als digitales Brettspiel gehört zu den Lieblingen der Smartphone-Zocker.

Und so presst Square Enix Montreal mit Tomb Raider nun die zweite hauseigene Erfolgsreihe in ein rundenbasiertes Korsett: Lara Croft GO bietet zwar typische Schatzsucherei, diese findet jedoch ganz entschleunigt Zug um Zug auf einem vorgezeichneten Linienraster statt. Ziel jedes Levels ist es, Frau Croft unbeschadet zum Ausgang zu bugsieren, vorbei an Fallen und Fauna.

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Warum das Ganze? Diese Frage bleibt in Lara Croft GO leider unbeantwortet: Denn eine Rahmenhandlung fehlt komplett. So sucht man zwar nach magischen Schlüsseln, die zum Finale nach etwa vier Spielstunden schließlich ein entsprechendes Tor öffnen - Story-Spannung kommt aber zu keinem Zeitpunkt auf.

Zum Glück erzählen die insgesamt 41 Levels ihre eigene, deutlich unterhaltsamere Geschichte: Per Fingerstreich wuppt man Lara von einem Feld zum nächsten und freut sich über die vielfältigen Puzzle-Aufgaben. Mal wollen Sägeblätter umgangen, mal Säulen in die richtige Position geschoben werden.

Das bessere Spiel:Hitman GO im Test

Verkompliziert wird die Knobelei durch die hungrigen Bewohner der Dschungellandschaft: Während Schlangen stets auf ihrer Position verharren und nicht frontal attackiert (sprich: vom Brett genommen) werden dürfen, machen Salamander Jagd auf Lara, sobald sie in ihr Sichtfeld spaziert. Der Clou daran: Sämtliche Apparaturen und Untiere bewegen sich regelkonform ebenfalls rundenweise fort. Macht Lara einen Zug, ziehen die Hindernisse sofort nach.

Dr. Crofts Gehirn-Jogging für Einsteiger

Obwohl das Spiel keine Tutorial-Einblendungen bietet, kommen selbst Begriffsstutzige gut zurecht: Die Steuerung ist betont simpel (Antippen, Wischen, Antippen etc.), die Komplexität der Rätsel bis auf einige Ausnahmen überschaubar. Letztere Tatsache gehört zu den größten Schwächen von Lara Croft GO, denn so fehlt es im späteren Verlauf an einer knackigen Herausforderung. Dass Square Enix die Lösungen sämtlicher Rätsel als kostenpflichtigen In-App-Kauf für sagenhafte 4,99 Euro anbietet, bleibt dadurch glücklicherweise eine groteske Randnotiz.

Das Tomb Raider-typische Klettern steuert sich hier zu träge und bietet keinerlei Herausforderung. Das Tomb Raider-typische Klettern steuert sich hier zu träge und bietet keinerlei Herausforderung.

Apropos: Wer alle Inhalte erleben will, der muss abseits des Weges nach versteckten Artefakten und Juwelen suchen. Die entsprechenden Tonkrüge müssen jedoch bloß angetippt und nicht wirklich von Lara aufgesammelt werden - ein müder Zeitvertreib. Ob es sich lohnt, 15 Rubinsplitter aufzuklauben, um ein belangloses Kostüm für die ohnehin klitzekleine Spielfigur zu erhalten, ist ebenfalls diskussionswürdig. Somit hat man nach knapp vier recht vergnüglichen Puzzle-Stunden alles gesehen, was Lara Croft GO zu bieten hat.

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