Lead and Gold im Test - Test für PSN

Action im Westen: In Lead and Gold tobt der Shooter-Bandenkrieg.

von Patrick Mittler,
13.05.2010 14:00 Uhr

»Wer schießen will, der soll schießen und nicht quatschen«, sagte schon Bandit Tuco im Italo-Western »Zwei glorreiche Halunken«. Entwickler Fatshark nahm sich diese Quintessenz aller Wildwest-Streifen zu Herzen. Lead and Gold: Gangs of the Wild West für PlayStation 3 bietet Instant-Schießereien ohne viel Schnickschnack. In dem reinen Online-Game stehen sich zwei Banden gegenüber, die sich um Goldsäcke streiten, strategisch wichtige Punkte erobern oder sich einfach nur möglichst effektiv über den Haufen ballern. Im Grunde sind dies die bekannten Modi Team-Deathmatch, Eroberung und Capture the Flag. Ihr wählt zwischen vier Klassen, allesamt Western-Klischees: Der Gunslinger ist ein Revolverheld, der am schnellsten schießt, die Trapperin eine Scharfschützin mit fiesen Bärenfallen, der Deputy markiert Gegner und hält diese mit seinem Karabiner auf Distanz und der Blaster bringt mit seiner kräftigen Schrotflinte und Dynamitstangen auch größere Feindesgrüppchen unter die Erde.

Der taktische Aspekt der kurzweiligen Westernaction sind die so genannten Synergien. Nahe Teammitglieder helfen sich gegenseitig mit Boni, etwa genaueres Zielen oder höherer Schaden. Einsame Wölfe oder obligatorische Camper sind so leicht im Nachteil gegen eine gut eingespielte Bande. Die Synergien werden umso wirkungsvoller, je mehr Erfahrungspunkte ihr sammelt. Klarerweise gibt es die für Abschüsse und gesammelte Punkte (etwa wenn ihr erfolgreich einen Goldsack ins eigene Lager tragt). Lead and Gold ist mit diesem simplen System perfekt als Shooter für zwischendurch. Dabei sorgt das feine Western-Flair dafür, dass der Titel nicht in der Beliebigkeit versinkt. Country-Musik, knallende Colts und kreischende Geier - so muss das sein.

Lead and Gold sieht sogar prima aus, auch wenn es nicht ganz mit aktuellen Actiongranaten wie Call of Duty:Modern Warfare 2 oder Battlefield: Bad Company 2 mithalten können. Die staubigen Städte und verlassenen Minen sind charmant, aber bei näherem Hinsehen etwas detailarm. Auch in anderer Hinsicht verliert Lead and Gold gegen die Vollpreis-Konkurrenz. Außer den (ziemlich öden) Leaderboards gibt es keine Langzeitmotivation, also freispielbare Extras wie Waffen oder Ausrüstung. Wer das unbedingt braucht hält sich an den blonden Unbekannten aus »Zwei glorreiche Halunken«, der so treffend sagte: »So ein Blödsinn. Krepieren alle. Und für was?«. Alle anderen Fans des Wilden Westens sollten sich Lead and Gold holen.

Lead and Gold

Preis:

14,99 Euro

Spieler:

Einer

HD optimiert:

ja

Speicherplatz:

732 MB

Entwickler:

Fat Shark AB

Hersteller:

Paradox

USK:

keine Jugendfreigabe

Wertung:

* * * * *


Kommentare(4)

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