Left 4 Dead - Xbox 360 Version komplett durchgespielt

Vor Ort bei Valve in Seattle konnten wir erstmals die Xbox 360-Version von Left 4 Dead vollständig durchspielen. Das Wichtigste zuerst: auch auf Microsofts Spielekonsole macht die Zombie-Apokalypse einen Riesenspaß.

von Michael Obermeier,
30.10.2008 16:13 Uhr

Im Folgenden berichten wir im kurzen Überblick von unseren Eindrücken der finalen deutschen Xbox-Version. Den kompletten Test zu Left 4 Dead findet ihr natürlich in der nächsten GamePro und zum Verkaufsstart am 21. November hier auf GamePro.de. Alle Screenshots in diesem Artikel stammen von der PC-Version von Left 4 Dead.

Der Mehrspieler-Modus:
Zwar könnt ihr Left 4 Dead auch mit schlauen und hilfsbereiten KI-Begleitern durchspielen, der Schwerpunkt liegt allerdings klar beim Mehrspieler-Modus. So könnt ihr entweder mit drei Freunden (Zwei pro Konsole) über Xbox LIVE die vier Szenarien durchspielen oder euch im VS-Modus bis zu vier Boss-Infizierten stellen. Hier müssen die Überlebenden ein Szenario (nur das Krankenhaus- und das Farm-Level sind bislang für Duelle verfügbar) möglichst schnell durchqueren, die Infizierten hingegen müssen versuchen das Quartett aufzuhalten. Nach jedem Teilabschnitt werden die Seiten getauscht, das schnellere Team mit weniger Verlusten gewinnt.

Löblich: Für Xbox LIVE-Spiele können Gold-Mitglieder Silber-User zu Mehrspieler-Partien einladen. Valve wird zum Start ausreichend Dedicated Server bereitstellen, Spieler müssen also nicht unter der langsamen Internet-Verbindung eines Spielleiters leiden.

Die Grafik:
Zwar mussten die Entwickler für die Xbox 360-Version einige Licht- und Shader-Effekte einsparen, dafür läuft die Zombie-Apokalypse aber auch im Splitscreen-Modus (horizontal oder vertikal) für bis zu zwei Spieler an einer Konsole konstant flüssig. Die tolle Mimik der vier Überlebenden gibt es uneingeschränkt auch auf der Xbox zu sehen.

Der Sound:
Die exzellenten Sprecher (deutsch und englisch) und die dynamische Musikuntermalung sorgen für Horrorstimmung, witzige Monologe lockern die Stimmung nach schweren Kämpfen auf. Besonders praktisch: nicht nur eure Kameraden rufen euch Warnungen über nahe Boss-Infizierte zu, die Monster kündigen sich auch selbst durch charakteristische Ekel-Soundeffekte an.

Die Steuerung:
Zwar gibt es keine spürbaren Zielhilfen in Left 4 Dead, trotzdem lässt sich der Überlebenskampf angenehm steuern. Über das Digi-Pad wählt ihr Verbandskasten, Schmerztabletten, Taschenlampe und Granaten direkt an, mit RB wirbelt ihr blitzschnell um 180 Grad.

Die deutsche Version:
Für die deutsche Version von Left 4 Dead hat Valve hervorragende Sprecher verpflichtet. So raunzt etwa Bill mit der deutschen Stimme von »Dr. House« ( Klaus-Dieter Klebsch), der Biker Francis hat die Stimme vom Klingonen »Mr. Worf« aus Star Trek (Holger Löwenberg). Die Filmplakate vor jedem Level tragen einen deutschen Untertitel, Graffitis in den Schutzräumen sind jedoch weiterhin in Englisch.

Trotz USK-18-Siegel ist die deutsche Xbox-Version von Left 4 Dead geschnitten. So findet Ihr in der deutschen Version keine abgetrennten Gliedmaßen, Infizierte und Menschen bluten grün und es wird keine liegenden oder sitzenden (und damit wehrlosen) Gegner geben. Chet Faliszek von Valve verspricht jedoch dass die deutsche und internationale Version von Left 4 Dead zueinander kompatibel sein werden.


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