Making Games News-Flash - Take Two will Käufer gebrauchter Spiele nicht bestrafen

Strauss Zelnick, der Vorstandsvorsitzende von Take Two, will im Kampf der großen Publisher gegen den Weiterverkauf gebrauchter Spiele nicht mitmischen. Jedenfalls nicht mit den aktuell gebräuchlichen Methoden. Besonders Electronic Arts und THQ waren in letzter Zeit mit restriktiven Maßnahmen aufgefallen.

von Martin Le,
12.11.2010 17:49 Uhr

Kurzer Rückblick: Electronic Arts hatte Anfang des Jahres den »Online Pass« präsentiert. Dieser soll zukünftig allen Spielen der Sport-Sparte beiliegen und Kunden einmalig den Multiplayer-Modus freischalten. Gebrauchtkäufer müssen den Pass nachträglich bei Electronic Arts erwerben um alle Online-Fähigkeiten nutzen zu können. Ohne Code wird der Zugang nach einer wöchentlichen Probierphase wieder gesperrt.

Auf einer Präsentation in New York distanzierte sich Take Twos Strauss Zelnick nun von solchen Methoden. Mit dem Hinweis auf die amerikanische first-sale doctrine, die den Weiterverkauf von Spielen ausdrücklich erlaubt, forderte er die Branche auf, stattdessen Qualität zu produzieren und damit die Käufer zu überzeugen: »Man sollte Käufer nicht bestrafen, weil sie etwas gebraucht kaufen; man sollte ihnen Gründe geben, etwas neu zu kaufen. Wir sollten etwas erschaffen, das den Kunden zugute kommt.«

Die ersten sechs Wochen nach dem Release eines Spiels seien dabei besonders wichtig. Mit qualitativ hochwertigen Spielen und der Ankündigung lohnender DLCs (sowohl gratis als auch kostenpflichtig) möchte Zelnick die Käufer dazu bewegen, ihre Spiele zu behalten: »Indem man die Kunden wissen lässt, dass noch mehr Inhalte folgen, gibt man Ihnen gute Gründe, den Titeln treu zu bleiben.«


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