Making Games Report - Entwicklung eines Social Games auf Facebook

Wie das Social Game Funfari bei Gameforge entstand und welchen Herausforderungen sich Entwickler für die Plattform Facebook stellen müssen.

von Yassin Chakhchoukh,
24.07.2010 13:21 Uhr

Thomas Rudin, Projektleiter bei Gameforge, hat nicht nur gemeinsam mit Producer Janette Lipinski diesen Artikel verfasst - er wird auch am 29. Juli im IDG-Medienhaus neben weiteren Branchenprofis beim Social Media Summit sprechen.

Janette Lipinski und Thomas Rudin: »Die Herausforderungen an den Entwickler und Publisher bei der Entwicklung eines Facebook-Spiels sind vielfältig. Anhand des bei Gameforge entwickelten Facebook-Spiels Funfari möchten wir einige dieser Herausforderungen aufzeigen.

Funfari ist ein Aufbauspiel im Safari-Setting, bei dem der Spieler durch das Anlegen von Äckern, das Pflanzen von Bäumen und die Pflege der Tiere Erfahrungspunkte sammelt und durch Stufenaufstiege immer mehr Flora und Fauna im Shop freischaltet. Zusätzlich kann der Spieler durch Gebäude und Objekte sein Grundstück verschönern.

Das Projektmanagement

Bei der Wahl der Projektmanagement-Methode sollten Entwickler besonders auf die Art der Mitarbeiter und auf deren Wünsche achten. Wir haben Scrum auf die Gegebenheiten unseres Projekts angepasst, die für uns sinnvollsten Punkte der Methode übernommen und ein paar Aspekte an unsere Bedürfnisse angepasst. Wichtig bei der Arbeit mit einer agilen Methode ist vor allem, dass die Mitarbeiter im Team vergleichsweise eigenständig arbeiten und handeln müssen, damit eine transparente und schnelle Kommunikation gewährleistet ist und die Entwicklung ohne Reibungsverluste verlaufen kann.

Ein weiterer wichtiger Punkt - besonders bei der Anwendung einer agilen Projektmanagement-Methode - ist die Festlegung des Zeitraums, in dem die Sprints absolviert werden sollen. Bei Funfari haben wir die Sprintdauer auf eine Woche terminiert, was unter anderem die Flexibilität erhöhte. Während der Produktion gab es zwei Zwischen-Milestones, die den groben Entwicklungsverlauf beschrieben. Entgegen der gängigsten Methode, den Multiplayer eines Spiels zuerst zu entwickeln, wurde bei Funfari zunächst die komplette Spielwelt geschaffen und erst im zweiten Schritt die soziale Interaktion implementiert.

Das Team

Die Teamgröße und dessen Zusammensetzung sind bei der Entwicklung eines Facebook-Spiels besonders wichtig. Meistens wird bei einer Produktion auf einem sozialen Netzwerk ein großes Team sowohl für die Entwicklung als auch für den Live-Betrieb bevorzugt, damit eine schnelle Entwicklungszeit erreicht werden kann.

Im Kern-Team von Funfari befanden sich ein Product Owner, ein Scrum Master, ein Game Designer und insgesamt fünf Frontend- und Backend-Programmierer. Im Vergleich zu Angaben anderer Social Games Entwickler aus den USA, die mit 20 bis 30 Mitarbeitern ein Spiel produzieren und deren Live-Team ebenfalls in dieser Größenordnung liegt, war das Funfari Team eher überschaubar. Da alle Teammitglieder jedoch sehr erfahren und ein eingespieltes Team waren, diente die geringe Größe zum einen dem Teamgeist und zum anderen der Produktivität bei der Entwicklung. Herausforderungen und auftretende Risiken konnten dadurch schnell gelöst werden.«

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Dieser Artikel erschien in Ausgabe 04/2010 des Making Games Magazins.


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