Medal of Honor: European Assault im Test

Zurück an die Front: Mit neuem, nicht-linearem Missionsdesign, beklemmender Kriegsatmosphäre und Dauer-Action vom Feinsten macht der neueste Teil der Shooter-Reihe die Vorgänger-Schlappe wieder wett.

von Gamepro Redaktion,
24.08.2006 12:50 Uhr

Der Zweite Weltkrieg gehört zu den dunkelsten Kapiteln der jüngeren Menschheitsgeschichte, aber auch zu den beliebtesten Vorlagen für Ego-Shooter. Die Medal of Honor-Reihe von Electronic Arts existiert bereits seit PlayStation-1-Zeiten und war stets ein Garant für famose Action-Unterhaltung. Mit Ausnahme des letzten Teils, Medal of Honor: Rising Sun, der im GamePro-Test aufgrund mäßiger Technik und althergebrachter Spielmechanik verhältnismäßig schwach abschnitt (78%). Die kalifornischen Entwickler von EA Los Angeles wollten sich den Vorwurf eines weiteren Serien-Abklatsches nicht gefallen lassen und bauten in Medal of Honor: European Assault für PlayStation 2, Xbox und GameCube viele Neuerungen ein, die der Reihe spürbar gut tun.

Missionen nach Maß

Ihr verkörpert den US-Leutnant William Holt, der in vier Kampagnen, verteilt auf elf Level, an den wichtigsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs teilnimmt. Angefangen im französischen St. Nazaire über Nordafrika und Stalingrad bis hin zu den Kämpfen in Belgien und an der Normandie bauten die Entwickler die dramatischsten Gefechte der Jahre 1942 bis 1944 ein. Die Story, an der erneut der Militärspezialist Captain Dale Dyle mitarbeitete, wird in einer Mischung aus schönen Renderfilmchen und Originalszenen aus dem Zweiten Weltkrieg erzählt. Anders als in den Vorgängern genießt man in den Missionen wesentlich mehr Abwechslung und spielerische Freiheit. Ihr bekommt stets ein Primärziel vorgesetzt, das es in jedem Fall zu erfüllen gilt. So müsst ihr unter anderem deutsche Waffenlager in die Luft sprengen, ein französisches Dorf okkupierte oder eine von den Nazis besetzte Kirche stürmen. Darüber hinaus locken etliche Nebenaufgaben, die ihr nicht zwingend erfüllen müsst, um den Level erfolgreich abzuschließen. Allerdings lohnt es durchaus, sich die Mühe zu machen und die Sekundärziele anzugehen. So heimst ihr nicht nur zusätzliche Medikits, Munition und Wiederbelebungen (»Revives«) ein, sondern erhaltet anhand gefundener Dokumente nützliche Informationen über die Pläne der Nazis. Überhaupt hat man in Medal of Honor: European Assault nicht mehr das Gefühl, durch die Level gescheucht zu werden, sondern vielmehr mitten im großen Kampfgetümmel zu stecken. Das liegt auch daran, weil um euch herum das pure Chaos tobt: Luftangriffe, plötzlich einschlagende Bomben und immer wieder wie aus dem Nichts auftauchende Soldaten lassen euren Puls gar nicht mehr zur Ruhe kommen. Zudem sollte dank vier Schwierigkeitsgraden, die gut aufeinander abgestimmt sind, und ebenso vielen Steuerungskonfigurationen jeder Shooter-Typ klar kommen.


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