Medal of Honor - »Kein Propaganda-Spiel« - EA spricht über Afghanistan-Szenario

Der Ego-Shooter Medal of Honor wird laut Entwickler EA keine patriotische Werbung für die US-Army werden.

von Daniel Raumer,
23.02.2010 13:32 Uhr

Sean Decker von Electronic Arts (EA) Los Angeles sprach in einem Interview mit incgamers.com über den Neustart der Medal of Honor-Serie für PlayStation 3 und Xbox 360. Der Ego-Shooter wird den Schauplatz der ersten drei Teile verlassen und nicht im Zweiten Weltkrieg, sondern in der Gegenwart spielen. Der Spieler übernimmt die Rolle sogenannter Tier 1-Spezialeinheiten in Afghanistan. Zeitgenössische, bewaffnete Konflikte als Szenario sind für Videospieleentwickler oftmals heikler als historische Kriege und entfachen öffentliche Diskussionen.

Decker weißt aber den Vorwurf von sich, dass es sich bei Medal of Honor um ein Propaganda-Spiel handeln könnte. Der Titel stelle lediglich die Arbeit der Streitkräfte in Einsätzen dar, wie es beispielsweise auch der für den Oscar nominierte Film »The Hurt Locker« (in Deutschland heißt der Film »Tödliches Kommando«) macht. Decker rechtfertigt das Thema des Spiels: »Ich denke, es versucht sich komplett aus politischen Angelegenheiten herauszuhalten. (…) Es hat nichts mit dem Irakkrieg oder seinem Beginn zu tun. Es handelt nur von den Männern im Einsatzgebiet, ihrem alltäglichen Leben und ihren Emotionen.«

Es werde, so Decker weiter, kein Propaganda-Spiel mit wehenden US-Flaggen werden. Wie viel Wahrheit tatsächlich hinter dieser Aussage steckt, wird sich erst im Herbst zeigen, wenn Medal of Honor offiziell erscheint.


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