Seite 3: Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots im Test

Du auch hier?!?

Metal Gear Solid 4 ist ein Klassentreffen der ganz besonderen Art: So steht euch neben vielen alten Bekannten wieder einmal Otacon zur Seite, der euch regelmäßig mit informativen »Codec«-Sprüchen versorgt. Dieses Mal ist der treue Gefährte aber sogar noch ein Stück näher bei euch: Über einen kleinen Roboter -- den »MKII« -- empfängt Otacon ständig Liveaufnahmen von euch, beziehungsweise schaltet auch schon mal die ein oder andere Wache per Elektroschock aus. Der Clou dabei: Auch ihr könnt den kleinen Droiden steuern, so verschafft ihr euch unbemerkt einen Überblick über das Areal oder lenkt ungebetene Gäste ab. Aber auch dieser Roboter verbraucht Energie!

Davon abgesehen gibt es wieder die üblichen Instrumente: In Kartons versteckt ihr euch vor Feinden, mit ausgelegten Herrenzeitschriften bringt ihr die Wachen auf andere Gedanken, die obligatorische Kippe lässt euer Gemüt nach einem hitzigen Gefecht abkühlen. Wie immer bei Metal Gear Solid liegt es im Prinzip an euch, wie sehr ihr euch mit den Gegenständen beschäftigen und diese einsetzen wollt -- wer keine Lust auf Schnickschnack hat, bestreitet das Spiel »nackt«, leichter und vor allem komfortabler wird es aber, wenn ihr die Utensilien je nach Situation einsetzt und euch so einen Vorteil verschafft.

Freund bleibt Freund

Liquids Privatarmee macht die Strassen der Areale unsicher. Aber nicht immer stoßen die Söldner im jeweiligen Land auf Gegenliebe. So liefern sich Milizen heftige Kämpfe mit den PMCs,und es liegt an euch, ob ihr an deren Gefechten teilnehmen wollt oder nicht. Entscheidet ihr euch für ein Eingreifen, versorgen euch dankbare Milizen mit Heilgegenständen und Munition und rufen euch in bestimmten Momenten aufmunternde Sprüche zu. Entscheidet ihr euch gegen die Unterstützung kann es passieren, dass manche Soldaten die Waffe gegen euch erheben. Ganz sicher blickt ihr dagegen in den Lauf einer Milizen-Knarre, wenn ihr einen oder mehrere Kollegen von ihnen umgelegt habt. Dann müsst ihr nicht nur vor den normalen PMCs, sondern auch vor den lokalen Streitkräften auf der Hut sein. Wir empfehlen euch, immer den freundlichen Weg zu gehen und ab und zu mit ihnen zu kämpfen!

Das Waffenarsenal ist wie immer reichhaltig ausgestattet: Angefangen von Handfeuerwaffen bis hin zu Schrotflinten, Granat- oder Raketenwerfern ist alles an Bord, was laut ist und Laune macht. Es gibt im Spiel zwei Möglichkeiten, an Waffen und Munition zu gelangen: Zum einen sammelt ihr die Wummen von erledigten Feinden auf, zum anderen stellt sich bereits nach kurzer Zeit ein Händler namens Drebin vor, der euch über das Spielmenü mit neuen Knarren und Patronen versorgt. Als Währung zählen hier die »DBs«, Drebin Points, die durch das Aufsammeln feindlicher Waffen automatisch in Spielgeld umgerechnet werden.

Auf der einen Seite stellt der mobile Händler eine große Erleichterung dar: Ihr kauft euch blitzschnell und komfortabel eure gewünschten Argumentationsverstärker, die passende Munition gibt’s gleich obendrauf. Auf der anderen Seite ist die Gefahr groß, euch das Spiel zu leicht zu machen -- wo sich engagierte Schleicher um jede Gefahrenquelle herumschlängeln, greifen Rambos lieber nahezu unbegrenzt zur Waffe und holzen alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellt.


Kommentare

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

wird geladen ...