Metal Gear Solid 5 - Hat Kojima die Erwartungen der Spieler bewusst nicht erfüllt?

Das Metal-Gear-Universum ist riesig und schließt sogar Romane japanischer Autoren ein. Auf deren Interpretation des Finales von Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain hat Hideo Kojima nun persönlich verwiesen.

von Elena Schulz,
21.11.2015 17:57 Uhr

Das Ende von Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain lässt viel Raum für Interpretation. Besonders interessant soll die von zwei japanischen Romanautoren sein. Das Ende von Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain lässt viel Raum für Interpretation. Besonders interessant soll die von zwei japanischen Romanautoren sein.

Metal Gear Solid 5: The Phantom Pain hat als Spiel viele begeistert, aber vor allem zahlreiche Metal-Gear-Veteranen mit seiner Story enttäuscht. Die kam im Vergleich zu anderen Metal-Gear-Teilen verhältnismäßig seicht daher und vor allem das Ende ließ Raum für Interpretationen. Dem nahmen sich nun auch zwei japanische Romanautoren an, die zufälligerweise für die Romanumsetzung von MGS 5 verantwortlich sind.

Viele Spieler vermuteten, dass am Ende Zeit oder Budget nicht mehr gereicht haben, um das perfekte Ende für Metal Gear Solid 5 fertigzustellen. Zwischenzeitlich sind sogar Gerüchte um ein drittes Kapitel mit dem Titel »Peace« aufgetaucht, das offenbar vollständig aus dem Spiel gestrichen wurde.

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Metal-Gear-Schöpfer Kojima hat nun über seinen Twitter-Account direkt auf zwei japanische Autoren verwiesen. Manabu Makime und Hitori Nojima haben schon Erfahrungen mit dem Metal-Gear-Universum und Romane veröffentlicht, die in der von Kojima erdachten Welt angesiedelt sind. Kürzlich veröffentlichten nun beide einen Bericht zum Ende des fünften Teils, der womöglich Kojimas Idee zum Finale zumindest ansatzweise trifft.

Geht es nach ihnen, habe Kojima bewusst die Entscheidung getroffen, die Erwartungen der Spieler nicht zu erfüllen.

"»Wenn alle nach dieser Art von Story schreien, muss er sich als Schöpfer gedacht haben, wie er das alles auf den Kopf stellen kann. Wenn ich davon spreche, die Erwartungen nicht zu erfüllen, meine ich kein »Leck mich am Arsch« sondern dass er die Chance genossen hat, ein Ende zu erschaffen, das von allen Erwartungen abweicht und ihn eine weitaus interessantere Geschichte erzählen lässt.«"

Die Idee dahinter sei, das Spiel den Spielern zurückzugeben. So fände sich keine einzige Lüge in der gesamten Kampagne von Metal Gear Solid 5, es gäbe einfach nur einen großen Raum für Interpretation. Während der Spieler früher auf das angewiesen war, was Snake oder Big Boss ihm erzählten, sei nun jeder in der Lage, seine eigene Message zu erschaffen. So würde die Serie dadurch komplett werden, dass letztendlich der Spieler selbst zu Big Boss wird. Den Autoren zufolge sei das womöglich sogar das ultimative Ziel von Metal Gear gewesen.

Die gesamte Interpretation lässt sich bei webnewtype.com nachlesen.

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