Microsoft - Streaming von Xbox-Spielen per Browser getestet

Noch unbestätigten Berichten zufolge arbeitet Microsoft an einer Technologie, mit der sich Xbox-360- und Xbox-One-Spiele per Browser auf den PC streamen lassen. Ein neuartiges Vorhersage-System soll dabei die Latenz reduzieren.

von Tobias Ritter,
11.09.2014 11:30 Uhr

Microsoft arbeitet angeblich an einem neuen Streaming-Dienst für die Xbox One und die Xbox 360, mit dem sich per Browser Spiele der Konsolen auf den PC übertragen lassen. Microsoft arbeitet angeblich an einem neuen Streaming-Dienst für die Xbox One und die Xbox 360, mit dem sich per Browser Spiele der Konsolen auf den PC übertragen lassen.

Wie die englischsprachige Webseite neowin.net unter Berufung auf nicht näher genannte »vertrauenswürdige Quellen« berichtet, soll Microsoft kürzlich ein neues Cloud-Streaming-Angebot getestet haben. Mit diesem soll es Spielern ermöglicht werden Xbox-Spiele mit einer Bildwiederholrate von annähernd 60 über einen Browser zu streamen.

Wie es weiter heißt, soll sich auf diese Art und Weise eine vollständige Xbox-360-Nutzer-Erfahrung auf dem PC etablieren lassen, indem sogar das Dashboard der Microsoft-Konsole via Live-Streaming übertragen wird. Funktionieren soll das System zudem nicht nur mit der Xbox 360 sondern auch mit der Xbox One. Und es ist darüber hinaus nicht auf den Internet Explorer beschränkt, sondern lässt sich auch mit Google Chrome nutzen.

Im die Latenz bei den Übertragungen zu reduzieren, soll Microsoft auf eine neue Spekulations-Technologie zurückgreifen, die offenbar das Verhalten des Spielers vorhersagen kann. Das System wählt dazu eine Reihe von wahrscheinlichen nächsten Frames aus, die das Spiel als nächstes zu übertragen hat, und schickt dann das korrekte an den Nutzer. Konkrete Angaben hierzu liegen aber noch nicht vor.

Microsoft selbst hat die Berichte bisher weder dementiert noch bestätigt. Allzu abwegig klingen die Berichte aber nicht: Konkurrent Sony arbeitet mit PlayStation Now bereits an einem ähnlichen System und hat sogar bereits einen ersten Beta-Test in den USA gestartet. Und auch der Dienst OnLive geht in eine ähnliche Richtung.


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