Microsoft - Skype-Übernahme - VoIP-Dienst für Xbox 360 geplant

Mit dem milliardenschweren Kauf des Internet-Telefonie-Anbieters Skype, will Microsoft den Service nun auf Xbox 360 und Windows Phone 7 bringen.

von Denise Bergert,
11.05.2011 10:36 Uhr

Der Xbox-Hersteller Microsoft hat dem Internet-Telefonie-Anbieter Skype gestern für eine gigantische Summe von 8,5 Milliarden US-Dollar gekauft. Der VoIP-Dienstleister soll als eigenständiger Bereich in den Redmonder Konzern eingegliedert werden und seine Services in Zukunft weiter ausbauen. So will Microsoft Skype demnächst auch für seine Xbox 360 sowie das mobile Betriebssystem Windows Phone 7 veröffentlichen.

Denkbar wären dabei unter anderem eine Video-Chat-Funktion über die sich Nutzer per Kinect-Kamera unterhalten können. Konkrete Software-Pläne hat Microsoft jedoch bislang nicht bekannt gegeben. Die VoIP-Software ist bereits seit drei Jahren für Sonys PlayStation Portable erhältlich. Versionen für Nintendos DS und die PlayStation 3 waren in den vergangenen Monaten ebenfalls im Gespräch.

Mit dem Mega-Deal hat Microsoft Skype den beiden Konkurrenten Google und Facebook vor der Nase weggeschnappt. Der Suchmaschinen-Riese und das Social-Network hatten ebenfalls bereits ihr Kaufinteresse bekundet. Die Ablösesumme von 8,5 Milliarden US-Dollar halten Branchenexperten jedoch für viel zu hoch. Skype verfügt zwar über 663 Millionen registrierte Nutzer, konnte jedoch aufgrund der größtenteils kostenlosen Dienste bislang keine hohen Gewinne einfahren. Derzeit hat das Unternehmen 686 Millionen US-Dollar Schulden.


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