Miyamoto gegen Downloadspiele - Nintendo-Ikone setzt nicht auf digitale Distribution

Nintendo setzt nach wie vor auf Medien, die man physikalisch in der Hand hält. Downloads sind eher zweitrangig.

von Christian Merkel,
03.08.2009 14:13 Uhr

Shigeru MiyamotoShigeru Miyamoto

Shigeru Miyamoto, Mario-Erfinder und derzeit als Entwicklungsleiter in der Chef-Etage von Nintendo, glaubt nicht, dass kostenpflichtige Downloads die Zukunft des Spielevertriebs sind. "Wir denken nicht, dass sich die Zukunft der Videospiele auf digitale Distribution hinzu bewegt. Es ist undenkbar, dass irgendwann mal ein Großteil der Spiele über diesen Weg vertrieben wird", sagt Miyamoto der Zeitung The Mercury News. "Unterhaltung wird nicht einfach digital. Denken Sie an Wii MotionPlus. Sowas kann man nicht einfach mit digitaler Distribution machen."

Miyamoto sieht zwar die Vorteile, dass man dadurch Geld einsparen kann. Für Entwickler bringt es seiner Meinung nach aber nichts: "Für einen Entwickler ändert sich dadurch nichts. Er muss nach wie vor genauso viel Geld in ein Spiel reinstecken. Es ändert sich also nicht, worauf wir uns konzentrieren, wenn wir den Vertriebsweg ändern." Wenn Miyamoto 'Entwickler' sagt, meint er natürlich Nintendo. Durch digitale Distribution haben sehr wohl einige Entwickler, die weder das große Geld noch den Zugriff auf Handelsvertriebswege hatten, große Erfolge gefeiert.


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