Mobile-Games von Nintendo - »Das Vertrauen der Kunden ist wichtig«

Nintendo möchte das über die Jahrzehnte hinweg aufgebaute Vertrauen seiner Kunden keineswegs durch windige Free2Play-Geschäftsmodelle beschädigen. Viel mehr liebäugelt man mit einem komplett neuen Business-Modell.

von Tobias Ritter,
25.03.2015 12:12 Uhr

Nintendo möchte für seine kommenden Mobile-Games im besten Falle ein komplett neues Geschäftsmodell finden. Im Fokus stehe jedoch stets das Vertrauen der Kunden.Nintendo möchte für seine kommenden Mobile-Games im besten Falle ein komplett neues Geschäftsmodell finden. Im Fokus stehe jedoch stets das Vertrauen der Kunden.

Satoru Iwata hat gerade erst sein Unbehagen bei der Verwendung des Begriffes Free2Play für Spiele, die auf gewisse Art und Weise irgendwann doch noch etwas kosten, bekundet. Im selben Interview mit time.com legte der Nintendo-CEO aber noch nach und äußerte, dass ihm und seiner Firma das Vertrauen der eigenen Kunden äußerst wichtig sei. Heißt es Klartext also: Free2Play-Spiele, die den Spielern hinterlistig das Geld aus der Tasche ziehen, wird es mit Nintendo wohl nicht geben.

»Wir bei Nintendo möchten nicht, dass unsere Marken auf irgendeine Art und Weise genutzt werden, die bei den Kunden die Vermutung auslöst, wir könnten es irgendwie zu weit getrieben haben - im Hinblick darauf, ob das Spiel sich für Kinder eignet. Die Nintendo-Marke blickt auf ein über mehr als 30 Jahre aufgebautes Vertrauen zurück, das die Eltern bezüglich der Sicherheit ihrer Kinder beim Spielen mit unseren Produkten empfinden. Wir wollen dieses Kundenvertrauen aufrecht erhalten und es in keiner Weise beschädigen.«

Nintendo zeigt sich übrigens zuversichtlich, mit seinem Mobile-Kooperationspartner DeNA eine Geschäftsmodell-Vereinbarung finden zu können, mit der beide Parteien gleichermaßen zufrieden sein können. In Anbetracht der Äußerungen von Iwata, den Begriff Free2Start als passend zu empfinden, dürfte es sich hier wohl um ein Konzept mit einem kostenlosen Spieleinstieg und späteren Bezahl-Optionen zu handeln. Konkrete Details wollte der Nintendo-Chef aber noch nicht verraten.

Allerdings ließ er durchblicken, nicht einfach in die Fußstapfen erfolgreicher Free2Play-Unternehmen treten zu wollen. Man werde beständig Rücksprache mit dem DeNA-Präsidenten Isao Moriyasu halten und auch neue Ideen diskutieren. Iwata erhofft sich davon, Raum für Verbesserungen zu finden oder sogar ein komplett neues Geschäftsmodell zu erfinden.

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