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Motorola Razr im Test - Rückkehr einer Handy-Legende

Statt eines Klapp-Handys steckt diesmal ein Android-Smartphone im schmalen Gehäuse. Im Test des kevlarbeschlagenen Motorola Razr prüfen wir, ob der Reboot gelungen ist.

von Moritz Jäger,
01.03.2012 15:30 Uhr

Das Motorola Razr zählt bis heute zu den bis meistverkauften Mobiltelefonen überhaupt. Offiziell wurden sieben verschiedene Gerätegenerationen entwickelt (eine davon konnte sich sogar mit iTunes abgleichen), dazu kamen zahlreiche Sonderversionen. Erst der Aufstieg der Smartphones bremste das legendäre Klapphandy ein. Motorola verwendet den Namen nun für ein sein neues Spitzenmodell auf Android-Basis: Das Motorola Razr soll in einer Liga mit anderen High-End-Androiden spielen. Die Preisgestaltung spiegelt das wieder – momentan kostet das Gerät je nach Händler mindestens 420 Euro.

Die technischen Daten des Motorola Razr sind auf der Höhe der Zeit: Der 1,2 GHz schnellen Dual-Core-CPU steht 1,0 GByte RAM zur Seite. Dazu kommen 16 GByte interner Speicher, Unterstützung für HDMI und MicroSD-Speicherkarten, ein 4,3 Zoll großes Display mit 540x960 Pixeln. Das Smartphone steckt in einem schmalen Gehäuse, das durch seine Kevlar-Rückseite besonders leicht und stabil sein soll. Im Test schlägt sich das Smartphone gut, allerdings scheint Motorola eine seltsame Kooperation mit dem Springer-Verlag eingegangen zu sein.

Gegenüber anderen High-End-Androiden punktet das Motorola Razr mit einer umfangreichen Ausstattung, läuft derzeit aber nur mit der älteren 2er-Version des Google-Betriebssystems. Wie einige andere aktuelle Smartphones erfordert auch das Razr eine Micro-SIM-Karte.Gegenüber anderen High-End-Androiden punktet das Motorola Razr mit einer umfangreichen Ausstattung, läuft derzeit aber nur mit der älteren 2er-Version des Google-Betriebssystems. Wie einige andere aktuelle Smartphones erfordert auch das Razr eine Micro-SIM-Karte.

Hardware

Motorola setzt beim Razr-Neuanfang auf aktuelle Hardware. Wie bereits erwähnt arbeitet im Inneren ein Dual-Core-Prozessor mit 1,2 GHz. Als Chipsatz verwendet Motorola ebenso wie Samsung beim Galaxy Nexus den OMAP 4430 von Texas Instruments, in der Praxis merken Nutzer aber keinen Unterschied zu Qualcomm-Geräten. Positiv bemerkbar machen sich im Test aber der große Arbeitsspeicher sowie der üppige interne Speicher. Das Razr verfügt über 1,0 GByte RAM und liegt damit mit dem aktuellen Google-Vorzeigehandy Galaxy Nexus gleich auf. Zum Razr vergleichbare Geräte wie das HTC Sensation XL oder das Sony Ericsson Xperia Arc S bieten mit 768 beziehungsweise 512 MByte deutlich weniger.

Das Razr ist 0,7 Zentimeter flach.Das Razr ist 0,7 Zentimeter flach.

Beim internen Speicher übertrifft Motorola die Konkurrenz bei weitem: Das Razr verfügt über 16 GByte internen Speicher, zwölf davon sind frei verfügbar (die restlichen vier enthalten das Betriebssystem und vorinstallierte Apps). Motorola teilt den Speicher aber weiter auf: 8,0 GByte sind für eigene Dateien wie Videos und Musik gedacht. Die übrigen 4,0 GByte fungieren als Systemspeicher zur Verfügung, in dem Apps abgelegt werden – selten hatten wir im Test so viel Platz für Anwendungen. Im Alltag bedeutet das, dass sich das Smartphone selbst mit vielen installierten Applikationen nicht über zu wenig Systemspeicher beschwert. Darüber hinaus lässt sich der Speicher über eine Micro-SD-Karte um bis zu 32 GByte erweitern. Das Apple iPhone 4S speichert mit je nach Ausstattung bis zu 64 GByte aber noch deutlich mehr Daten.

Das Motorola Razr kann sich außerdem beim WLAN von der Konkurrenz absetzen: Es unterstützt kabellose Netzwerke nach dem 802.11 b/g/n-Standard. Wo aber die meisten Smartphones nur im 2,4-GHz-Band funken, unterstützt das Razr auch das deutlich weniger frequentierte 5-GHz-Band. Mit Bluetooth 4.0 ist zudem die aktuellste Versions des Kurzdistanzfunkstands an Bord. Für mobile Internetverbindungen im 3G-Netz unterstützt das Smartphone HSDPA, HSUPA und HSPA+. Trotz des schmalen Designs hat Motorola einen regulären Type-C-HDMI-Anschluss eingebaut, der einem Micro-USB-Anschluss ähnelt. Passende Kabel und Adaoter sind deutlich günstiger als bei dem von Samsung bevorzugten MHL-Anschluss.

Originalaufnahme Wie die meisten aktuellen Geräte bringt das Razr zwei Kameras mit: Auf der Rückseite ist eine 8 Megapixel-Kamera, die zusätzlich Videos mit 1080p aufnimmt.

Vergrößerung Wie die meisten aktuellen Geräte bringt das Razr zwei Kameras mit: Auf der Rückseite ist eine 8 Megapixel-Kamera, die zusätzlich Videos mit 1080p aufnimmt.

Display und Handling

Der kapazitive Super-AMOLED-Touchscreen hat eine Bildschirmdiagonale von 4,3 Zoll (umgerechnet 10,9 cm) und löst mit 540 mal 960 Pixeln auf. Damit liegt die Pixeldichte mit 256,7 dpi über der des Samsung Galaxy S2 , aber unterhalb vom iPhone 4S und dem Galaxy Nexus, bei denen aus normaler Entfernung keine Pixel mehr zu erkennen sind. Die Darstellungsqualität ist im Test dennoch sehr gut: Inhalte werden scharf dargestellt, und die Blickwinkel sind der Display-Technik entsprechend weit. Lediglich bei direkter Sonneneinstrahlung lassen sich die Inhalte schwer erkennen. Anders als die Konkurrenz umgibt Motorola den eigentlichen Bildschirm mit einem Rahmen. Dadurch wird das Smartphone zwar ein wenig größer, im Gegenzug können wir das Smartphone bequem mit beiden Händen halten, ohne dass die Finger auf dem Bildschirm liegen.

In einigen Tests wurde die Sprachqualität bemängelt, allerdings konnten wir das mit unserem Gerät nicht nachvollziehen – wir konnten uns stets gut mit dem Gegenüber verständigen. Der 1780 mAh große Akku ist fest im Gerät verbaut und lässt sich dementsprechen nicht auf eigene Faust ersetzen. Das Handy liegt damit in einer ähnlichen Leistungsklasse wie etwa das Samsung Galaxy Nexus. Im Test mussten wir das Motorola Razer je nach Nutzung erst nach etwa zweieinhalb Tagen wieder an die Steckdose hängen. Wenn Stromfresser wie 3G, WLAN oder Bluetooth abgeschaltet und die Display-Helligkeit herunterregelt werden, läuft das Smartphone sogar noch länger.

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