NBA 2K12 im Test - Dunke schön

Im Moment steht der Start der neuen NBA-Saison noch in den Sternen. Erfahrt in unserem Test zu NBA 2K12, ob der Titel als Ersatz für den realen Sport herhalten kann.

von Michael Degner,
07.10.2011 19:05 Uhr

Was ein schöner Anblick!Was ein schöner Anblick!

Was haben Dirk Nowitzki und NBA 2K12 gemeinsam? Klar, sie beschäftigen sich hauptberuflich mit einem orangenen Ball, doch im Moment sind beide auch noch unangefochten die Besten ihres Fachs. Unser deutscher Basketball-Export hat es in der letzten Saison endlich geschafft mit seinen Dallas Mavericks den so heiß begehrten Meisterschaftsring zu ergattern. Dirkules und Konsorten ließen auf ihrem Weg zum Titel den meisten Gegner nicht den Hauch einer Chance (Wer waren gleich nochmal die L.A. Lakers?). Mit Gegnern muss sich NBA 2K12 im Moment ebenfalls nicht herumärgern, denn die konkurrierende NBA Elite-Serie (früher NBA Live) von EA Sports nimmt im Moment eine Auszeit. Erst nächstes Jahr will sich Electronic Arts (vermutlich) wieder in die Halle wagen. Wer jetzt aber denkt die Entwickler der NBA 2K-Reihe ruhen sich auf ihren Lorbeeren aus, ist falsch gewickelt. Der Titel schafft es tatsächlich im Vergleich zum herausragenden Vorgänger noch eine Schippe drauf zu legen und zeigt eine noch bessere Leistung auf dem virtuellen Parkett.

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NBA 2K12
Genre: Sport
Release: 07.10.2011

Spektakulärer Körperkontakt

Dank der neuen Kollisionsphysik gibt es in NBA 2K12 einige spektakuläre Momente zu bewundern. Dank der neuen Kollisionsphysik gibt es in NBA 2K12 einige spektakuläre Momente zu bewundern.

Die Entwickler haben die Spielmechanik von NBA 2K12 dieses Jahr anscheinend ins Trainingslager geschickt. Herausgekommen sind einige Detail-Verbesserungen, die ein noch authentischeres Basketball-Gefühl vermitteln sollen. Dank der neuen Kollisionsphysik wirkt der Körperkontakt um einiges realistischer. Da kommt es auf dem Parkett immer wieder zu spektakulären Szenen, denn wenn die NBA-Stars ihre muskelbepackte Statur einsetzen, kann es schon mal krachen. Es sieht ziemlich beeindruckend aus, wenn kleinere Spieler an »Superman« Dwight Howard (Orlando Magic) einfach abprallen, wie Kugeln am echten Mann aus Stahl oder LeBron James (Miami Heat) den Gegenspieler beim Dunking mit seinem wuchtigen Körper ohne Rücksicht auf Verluste aus dem Weg räumt. Auch die Physik des Balles wurde etwas überarbeitet. So klebt die orangene Kugel nicht mehr magisch an den Händen der Spieler. Da heißt es vorsichtig sein, denn wer immer nur egoistisch vor sich hin dribbelt, verliert schneller den Ball als ihm lieb sein dürfte. Außerdem könnt ihr jetzt spielerbezogene Spielzüge ansagen. So bestimmt ihr beispielsweise, ob Dirk Nowitzki zum Korb zieht oder Kevin Durant (Oklahoma City Thunder) sich frei läuft.

Ein Stick für alle Fälle

Endlich wirft der virtuelle Dirk Nowitzki wie sein echtes Vorbild. Endlich wirft der virtuelle Dirk Nowitzki wie sein echtes Vorbild.

Die Steuerung von NBA 2K12 ist im Vergleich zum Vorgänger weitestgehend gleich geblieben. Eure gefährlichste Waffe im Kampf um die Punkte ist immer noch der rechte Analogstick. In Kombination mit den beiden Schultertasten könnt ihr so gut wie alle Würfe und Dunks ausführen, die der Sport so zu bieten hat. Haltet ihr beispielsweise die linke Schultertaste gedrückt und bewegt den Stick nach hinten während ihr zum Korb dribbelt, vollführt der Spieler einen sogenannten Runner (auch Floater genannt). Der ist vor allem gegen größere Vertreter des Sports sinnvoll, denn ihr legt den Ball dann in einem hohen Bogen über den Gegenspieler hinweg – Da schaut der Verteidiger verdutzt aus der Wäsche. Die einzig echte Neuerung in Sachen Steuerung betrifft das sogenannte Post-Game, also wenn euer Spieler mit dem Rücken zum Korb den Gegner mit seinem massigen Körper langsam in Richtung Reuse schiebt. Musstet ihr in NBA 2K11 noch umständlich die beiden Schultertasten gedrückt halten, reicht jetzt ein simpler Tastendruck und der Spieler geht in Position. Das hat den Vorteil, dass die Schultertasten jetzt frei für andere Bewegungen sind.


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