Need for Speed: ProStreet im Test

Need for Speed-Fans, schnallt euch an: Der neueste Teil der Rennspiel-Reihe rast mit Simulations-Anspruch und vielen Neuerungen auf euch zu.

von Gamepro Redaktion,
22.11.2007 14:06 Uhr

Keine andere Rennspiel-Reihe ist so langlebig wie Need for Speed: Bereits seit 1994 flitzen PS-Fans mit schnittigen Original-Sportwagen über virtuelle Pisten. Dabei waren spannende Polizeiverfolgungen seit jeher ein fester Bestandteil des Need for Speed-Konzepts. Für ProStreet, dem elften Teil der Serie, wurden diese ohne wenn und aber gestrichen. Aber auch sonst erinnert nur noch wenig an die arcadelastigen Vorgänger.

NfS ProStreet
Genre: Sport
Release: 22.11.2007

Wer ist der Speed King?

Die Entwickler von EA Black Box wagen mit ProStreet einen radikalen Neuanfang. Ihr verkörpert im äußerst umfangreichen Karriere-Modus den Nachwuchsfahrer Ryan Cooper. Beim ersten Renntag trifft Cooper auf den arroganten Ryo, seines Zeichens »Showdown King« und bisheriger König der Street-Racing-Szene. Euer Ziel: Durch kontinuierliche Renn-Erfolge zum besten Straßenfahrer aufzusteigen und Ryo hinter euch zu lassen. Um das zu bewerkstelligen, müsst ihr an etlichen Meisterschaften teilnehmen und natürlich gewinnen. Anders als noch im Vorgänger Need for Speed: Carbon gibt es dabei keine offene, frei befahrbare Stadt, sondern lediglich eine Übersichtskarte, auf der ihr euch den gewünschten Event herauspickt. Die Renntage in ProStreet bestehen jeweils aus mehreren Wettbewerben, die sich aus den fünf Kategorien Street-, Speed-, Drag-, Drift- und Showdown-Rennen zusammen setzen. Von Rundenrennen gegen bis zu sieben KI-Fahrer, Drift-Events (in denen ihr für spektakuläre Slides Punkte kassiert) über Sektoren-Läufe (knackt in jedem Sektor der Strecke den Rekord), Zeitrennen (Jagd nach der Rundenbestzeit) und Radarfallenrennen bis hin zu Drag-Meisterschaften wird euch massig Abwechslung geboten. Auf eurem Weg nach oben stellen sich euch vier Elite-Kings, die jeweils die Besten in ihrer Kategorie sind, und schließlich Ryo in den Weg. Allerdings versäumten es die Entwickler, dem Charakter Ryan Cooper Leben einzuhauchen und eine unterhaltsame Streetracing-Story zu erzählen. So ist Cooper während der Rennen nicht nur ein gesichtsloser Fahrer, von dem ihr lediglich den Helm zu sehen bekommt, obendrein vermissen wir Zwischensequenzen, welche die Handlung vorantreiben.

Von der Sierra Nevada nach Tokio

Alle Rennen finden auf abgesperrten Parcours statt. Entweder prescht ihr über enge Landstraßen oder ihr macht eine Stadtstrecke unsicher. Mal seid ihr in der Nevada-Wüste unterwegs, dann wiederum im Hafengebiet von Tokio oder auf einer deutschen Autobahn, etwa dem Avus-Ring bei Berlin. Zwar orientierten sich die Entwickler an realen Schauplätzen, übernahmen dieser aber nicht 1:1. Vielmehr erweiterten sie die Streckenführung um knifflige Kurven und Terrain-Veränderungen, etwa hügelige Passagen, in denen ihr wahre Berg- und Talfahrten erlebt. Ein paar Sätze zur KI in ProStreet: Die Computerpiloten sind eine Herausforderung, da sie stets am Limit und obendrein recht aggressiv fahren. Beim Start drängen sie euch rücksichtlos zur Seite, und von guten Manieren bei Überholmanövern sind sie auch weit entfernt. Etwas störend finden wir, dass sie kaum Fahrfehler begehen, die euch aber umso öfter passieren – der neuen, auf Simulation getrimmten Steuerung sei Dank.


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