Need for Speed: Undercover im Test - Review für Xbox 360 und PlayStation 3

Mit Vollgas durch die Tri-City Bay Area - die Polizei am Auspuff. Bringt NfS: Undercover frischen Wind in die Serie?

von Markus Schwerdtel,
20.11.2008 00:00 Uhr

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Spannend ist das Leben eines verdeckten Ermittlers! Ständige Furcht vor der Entdeckung, Verbrechen begehen im Namen des Guten und hin und wieder kreuzt eine heiße Gangsterbraut den Weg -- so kennt man Undercover-Cops aus diversen Filmen und natürlich auch Spielen. Electronic Arts hat dieses Story-Prinzip schon in einigen Need for Speed-Titeln verwurstet, so auch jetzt in Need for Speed: Undercover. Wieder wird die Story in Filmsequenzen mit mehr (Maggie Q, »Rush Hour 2«) oder weniger (Joshua Alba, eine »Monk«-Folge) bekannten Schauspielern erzählt. Die Schnipsel sind mit Farbfiltern und Kamerafahrten auf cool getrimmt, wirken aber manchmal eher amateurhaft peinlich, was stellenweise auch an der übertriebenen deutschen Synchronisation liegt. Doch die Filme sind ohnehin nur Beiwerk, die Wahrheit über ein Rennspiel liegt schließlich auf der Straße!

Tuning light

Das eigentliche Spielprinzip von Undercover ist schnell erklärt: genau wie Most Wanted. Wer das nicht gespielt hat: Ihr verdient euch als aufstrebender Street Racer bei Straßenrennen, Polizeiverfolgungsjagden (endlich wieder dabei!), Checkpoint-Rasereien und sonstigen Vollgas-Veranstaltungen Geld und Reputation. Ersteres investiert ihr in Tuningteile und neue Autos, letzteres schaltet immer wieder neue Events und Bossgegner frei. Das sind besonders harte Street Racer, die ihr im Duell schlagen müsst. Die gute alte Motivationsspirale aus Rennen, Freischalten und Einkaufen funktioniert auch in Undercover hervorragend, es kommt (mittlerweile fast schon zu) vertrautes Need for Speed-Feeling auf.

Das wird allerdings im Tuning-Teil des Spiels wieder etwas gebremst. Beim optischen Aufmotzen der Boliden ist alles in Ordnung: Ihr kauft Vinyls, Spoiler und sonstige Mätzchen, um sie an euer Auto zu kleben -- dank der aus Carbon bekannten Autosculpt-Funktion sogar pixelgenau. Beim Leistungstuning ist dagegen Schluss mit der Herrlichkeit: Statt einzelner Teile könnt ihr lediglich Upgrade-Pakete in Bereichen wie Bremsen, Turbo oder Antriebswelle einkaufen und dann per Schieberegler zwischen Extremen wie »Beschleunigung« und »Höchstgeschwindigkeit« abstufen. Wer gerne mikrometerweise an Zylinderkopfdichtungen feilt, ist hier deutlich unterfordert.


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