Neues vom Hexer - Wie es mit The Witcher weitergehen muss

The Witcher 3 ist laut CD Projekt das letzte Abenteuer von Geralt – aber nicht das Ende des Hexer-Universums. Wir sagen, wie es mit The Witcher unbedingt weitergehen muss. Ähem.

von Michael Graf,
25.05.2015 17:10 Uhr

Das Hexer-Universum soll nach The Witcher 3 weiterleben. Und hey, wenn wir eines von Electronic Arts & Co. gelernt haben, dann, dass man Erfolgsuniversen melken muss, bis die Marketingabteilung im kollektiven Orgasmus aus dem goldgetäfelten Penthouse explodiert. Aber The Witcher 4? Nein, das wäre doch langweilig, und außerdem viel zu aufwändig! Frühestens 2020 wäre da mit den ersten, optisch atemberaubenden Videoszenen zu rechnen, und danach muss die Grafik ja noch mühsam verschlechtert werden.

Wie wär's also stattdessen mit einem MOBA? Das soll bei jüngeren Spielern neuerdings ja angesagter sein als der Papst in Südamerika! Und für die älteren etwas Ruhigeres … ein Brettspiel! Wie bitte? Gibt's beides schon? The Witcher Battle Arena und The Witcher Adventure Game? Na also, geht doch! Aber das ist selbstverständlich nur der Anfang, aus dem Hexer-Universum lässt sich noch mehr rausholen, so viel mehr! Unsere investigativen Undercover-Journalisten konnten bereits mehrere Witcher-Spinoffs aufspüren, an denen derzeit gearbeitet wird.

Witcher 3: Wild Hunt
Genre: Rollenspiel
Release: 19.05.2015

World of Witchcraft

Was Elder Scrolls kann, kann The Witcher schon lange! Ein MMO im Hexer-Universum, eine Online-Welt in der nicht einer, nicht zwei, nicht mal drei oder fünf Hexer rumlaufen, sondern Hunderte, Tausende! Natürlich allesamt Schwertkämpfer mit weißer Zottelmähne, die Geralt heißen. Andere Klassen, anpassbare Charaktere und spielbare Frauen - pah, Genderquatsch! Praktisch: Wer eine Gruppe sucht, tippt wie üblich »LFG« in den Chat für »Looking for Geralt«. Auf der altehrwürdigen Hexerfeste Kaer Morhen lernen Junghexer, dass große, gelbe Ausrufezeichen über Köpfen enormst wichtig sind. Und bis Level 10 heißt es dann: Ratten grinden. Wer das nicht mag, kann natürlich auch Spinnen grinden. The Witcher schreibt spielerische Freiheit seit jeher groß.

Danach ziehen die Monsterjäger in die Welt hinaus, um folgenschwere Entscheidungen zu treffen. Zum Beispiel, ob sie Greifenschnäbel oder Vampirzähne oder Wolfsherzen sammeln. Wobei man natürlich schnell lernt, dass in dieser Welt nichts ist, wie es scheint, weil gar nicht jeder Wolf ein Herz hat! Sondern vielleicht nur jeder achte, neunte, zehnte? World of Witchcraft erscheint übrigens als Free2Play-Spiel: Es gibt alles für lau, nur Frauenbesuch kostet extra. CD Projekt rechnet mit siebenstelligen Einnahmen pro Monat.

Ein erstes Addon ist bereits angekündigt, es bringt einen revolutionären Koop-Modus: Ein Spieler steuert Geralt, ein anderer dessen Pferd Plötze. Nur im Team kommt man voran (»Los, Plötze!« - »Geh mir nicht auf den Futtersack!«). Das zweite Addon soll leicht bekleidete Zauberinnen als neue Klasse einführen. »Auf denen kann man dann auch ›rumreiten‹, höhö!«, lallt ein leicht angetrunkener Designer.

Folk Band

CD Projekt hat erkannt, wo die Musik spielt - nämlich bei den Musikspielen! Die kehren ja gerade zurück, Activision arbeitet an einem neuen Guitar Hero; und die Witcher-Entwickler stricken in Zusammenarbeit mit Harmonix das Spinoff Folk Band. Eine bis zu fünfköpfige Spielerband mimt darin eine Bardenspielgruppe, im Lieferumfang enthalten sind neben einem Mikrofon auch mittelalterliche Instrumente, darunter ein hochwertiger Plastikdudelsack. Zum Download gibt es mittelalterliche Versionen bekannter Songs, darunter »Ich küsst' eine Maid und ward gar erfraid!« von Katy Perry, »Ich verlor meine Religion (in der Reformation)« von R.E.M sowie Elvis Presleys unvergessliche Ballade »Ihr seid fürwahr nichts andres als ein Jagdhund (der heulet immerdar)«.

Leisure Suit Gerry

Die ursprünglich von Fans entwickelte »Hot Met Mod« für The Witcher 3 will CD Projekt zum vollwertigen Erotikspiel umstricken: In Leisure Suit Gerry (Arbeitstitel: »The Bitcher«) macht sich der sympathische Loser und Möchtegern-Playboy Gerry Gaffer auf, die Zauberinnen seiner Träume zu erobern. So weit, so durchgenudelt, doch der vom Bundesverband der Grundsatzempörten bereits vorab zum »Sondermüll der Dekade« gekürte Titel macht mit einer tiefgehenden (sic!) Story auf sich aufmerksam: Auf der Suche nach sich selbst verliert sich der innerlich zerrissene Gerry in … ach, komm, egal!

Besonderes Augenmerk verdient das Minispiel TeeTriss, in dem man versuchen muss, Geralts Angebetete Triss noch »auf eine Tasse Tee« in den Heuschober nebenan zu locken. Besitzer schneller Geforce-Grafikkarten kommen dank der neuen Grafiktechnologie Nvidia PairWorks™ in den Genuss besonders schlüpfriger Schlüpfrigkeiten, bei denen alles ordnungsgemäß wippt. Konkurrent AMD hingegen ist erzürnt, weil sein FreuSync™ nicht unterstützt wird.

Witch-Man

Geralt jagt die Wilde Jagd. Das sind Geister (oder so). Ein einsamer Held. Jagt. Geister. Die auch ihn jagen. Na, klingelt's? Klar, The Witcher 3 liefert die perfekte Vorlage für einen Pac-Man-Klon! Die packende Story: Die Wilde Jagd hat sich in einem Labyrinth verschanzt, durch das der nach allerlei Eskapaden ziemlich fett gewordene und unter Gelbsucht leidende Geralt stapft, um Goldmünzen einzusammeln. Pleite ist er nach einem Besuch im Novigrader Freudenviertel nämlich auch. Obacht: Der Hexer kann die Geister nur besiegen, nachdem er die Zauberinnen vernascht hat, die in den Spielfeldecken warten (im Bild: Triss, Yennefer). Ein klassischer Spaß für die ganze Familie!


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