Nintendo - »Neue Charaktere machen noch lange keine neuen Spiele«

Mario, Link und Samus Aran haben mittlerweile schon so einige Jahre auf dem Buckel. Doch bei Nintendo scheut man sich derzeit noch davor, neue Videospiel-Ikonen zu erschaffen. Neue Charaktere würden noch lange keine neuen Spiele machen, ließ Game-Designer Shigeru Miyamoto zur Begründung verlauten.

von Tobias Ritter,
09.07.2013 12:20 Uhr

Mario ist die wohl populärste Spielfigur, die Nintendo bisher hervorgebracht hat. Ein potentieller Nachfolger wird wohl noch eine ganze Weile auf sich warten lassen.Mario ist die wohl populärste Spielfigur, die Nintendo bisher hervorgebracht hat. Ein potentieller Nachfolger wird wohl noch eine ganze Weile auf sich warten lassen.

Es ist schon eine ganze Weile her, dass Nintendo einen neuen Videospiel-Charakter ins Leben gerufen hat. Der japanische Spielentwickler und Konsolenhersteller setzt lieber auf seine etablierten Kräfte: Mario, Link, Donkey Kong, Samus Aran und wie sie alle heißen, werden in den kommenden Monaten einen oder mehrere Auftritt in anstehenden Neuveröffentlichungen für die Wii U und den 3DS haben. Doch wie steht es um neue Videospiel-Ikonen, die irgendwann vielleicht einmal den Platz der altehrwürdigen Veteranen einnehmen könnten?

Offenbar nicht allzu gut, wie Nintendo-Urgestein und Game-Designer Shigeru Miyamoto kürzlich in einem Interview gegenüber gameinformer.com verriet. Zwar gebe es bei Nintendo Leute, die hin und wieder nach neuen Marken fragen würden, denen entgegne er jedoch stets, dass ein neuer Spielcharakter noch lange kein neues Spiel mache:

»Es gibt gewiss einige Leute bei Nintendo, die intern sagen: ›Gut, wir haben da unsere alten Charaktere aus unseren alten Spielen, aber das sind doch alles alte Marken. Wir sollten darüber nachdenken, neue Marken zu erschaffen‹. Aber die Frage, die ich ihnen dann immer stelle, ist: ›Macht ein neuer Charakter denn wirklich ein neues Spiel?‹ Und für mich ist die Antwort darauf nein.«

Neue Spiele würden sich vielmehr durch ein neues Gameplay und neue Interaktionen definieren, so Miyamoto weiter. Und das sei auch mit existierenden Franchises möglich.

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