Nintendo New 3DS - Ausgepackt und ausprobiert

Hurra hurra, der New 3DS ist da! Was ist neu, was anders im Vergleich zum alten 3DS-Handheld von Nintendo? Unsere ersten Eindrücke sind positiv, ein fehlendes Zubehörteil bringt uns dagegen auf die Palme.

von Tobias Veltin,
06.02.2015 17:00 Uhr

New Nintendo 3DS - Unboxing: Das ist das neue 3DS-Handlheld New Nintendo 3DS - Unboxing: Das ist das neue 3DS-Handlheld

Knapp vier Jahre hat Nintendos Handheld 3DS mittlerweile auf dem Buckel. Mit dem New 3DS bekommt die beliebte Hosentaschenkonsole (über 50 Millionen verkaufte Einheiten) am 13. Februar ihr erstes großes Hardwareupdate spendiert. Eine Woche vor Verkaufsstart hat uns Nintendo bereits ein weißes Exemplar geschickt, den wir natürlich sofort mit der »alten« Auflage verglichen haben.

Die Verpackung des Handhelds kommt quietschbunt und angenehm kompakt daher, kein Vergleich zum ersten 3DS, dessen Karton extrem groß und überraschend schwer war. Der Lieferumfang ist entsprechend überschaubar, neben dem Gerät samt Stylus-Stift liegen Bedienungsanleitungen, Garantiehinweise und die obligatorischen VR-Karten im Karton.

Kein Ladekabel!

Ein Netzteil zum Laden des Handhelds fehlt hingegen - unserer Meinung nach eine Frechheit! Wer noch keine kompatible Strippe vom DSi, 2DS oder 3DS besitzt, muss sich das notwendige Zubehör wohl oder übel zum Preis von acht Euro zusätzlich kaufen. Unverständlich, dass Nintendo aus der Kritik am alten 3DS XL, dem ebenfalls kein Netzteil beilag, nicht gelernt hat. Ein echtes Versäumnis!

Nachdem der Ärger verraucht ist, erfreut man sich aber schnell am Gerät selbst. Das wirkt durch die matte Oberfläche nämlich etwas edler und zieht Fingerabdrücke nicht mehr so magisch an, wie das hochglänzende Vorgängermodell. Der New 3DS ist etwas größer als der 3DS (8 mm länger, 6 mm breiter) und hat zudem an Masse zugelegt - glücklicherweise aber nur knapp 20 Gramm.

Durch die abgerundeten Kanten liegt das Gerät sehr gut in der Hand.Durch die abgerundeten Kanten liegt das Gerät sehr gut in der Hand.

Klasse, dass nun auch die beiden Bildschirme ein gutes Stück größer sind. Durch die abgerundeten Kanten liegt das Gerät auch besser in der Hand, die Finger erreichen mühelos und angenehm jeden Knopf, ohne zu verkrampfen - klasse!

Drei neue Knöpfe

Cooles Detail: Die farbigen Aktionsknöpfe erinnern ans SNES.Cooles Detail: Die farbigen Aktionsknöpfe erinnern ans SNES.

Apropos Knöpfe: Davon hat der New 3DS insgesamt drei mehr: zwei zusätzliche Schultertasten auf der Rückseite (ZL und ZR), sowie einen C-Stick schräg über den Aktionsbuttons. Die Schultertasten funktionieren intuitiv, der Erstkontakt mit dem neuen Stick ist dagegen ungewohnt. Er bewegt sich nämlich nur sachte, bietet relativ starken Widerstand und erinnert damit an die Trackpad-Ersatzknubbel auf manchen Laptop-Tastaturen. Nach etwas Eingewöhnung lässt sich der zusätzliche Knopf zwar gut bedienen, bietet aber weniger Komfort als das Schiebepad Pro für den alten 3DS.

Toll ist, dass der Homebutton nun ein richtiger Knopf ist und nicht wie beim Vorgänger eine druckintensive Fläche - Eingaben werden jetzt deutlich schneller erkannt. Überhaupt sind die Druckpunkte der Knöpfe sehr gut und gefühlt etwas besser als beim 3DS. Dass der Modulschacht nun nach vorne gewandert ist, finden wir klasse, so lassen sich die Spiele noch fixer wechseln.

Vom neuen Stylus, der nun ebenfalls vorne aus dem Gehäuse gezogen wird, sind wir dagegen noch nicht so wirklich überzeugt. Er liegt zwar gut in der Hand, lässt sich aber nicht mehr in der Länge verstellen und ist somit unflexibler als das Vorgängermodell.

Schicke Schalen

Wer sich über den seltsamen Kopf des Stylus wundert: Der dient als Werkzeug, um beim kleinen Modell die wechselbaren Zierblenden an Ober- und Unterseite des Geräts anzuheben. Achtung: Das funktioniert nur beim normalen New 3DS, nicht beim New 3DS XL. An der Oberseite funktioniert das recht simpel, für die Unterseite benötigt man einen kleinen Schraubenzieher.

Mit den optional erhältlichen Zierblenden lässt sich der New 3DS noch aufhübschen.Mit den optional erhältlichen Zierblenden lässt sich der New 3DS noch aufhübschen.

Die Installation ist rasch erledigt, nervig ist allerdings, dass wir nur durch abschrauben der Unterseite an die micro-SD-Karte (eine 4 GB-Karte ist im Lieferumfang enthalten) kommen, um sie austauschen zu können. Das war beim Vorgängermodell mit einem dedizierten Speicherkartenschacht deutlich besser gelöst.

Unser Highlight beim New 3DS ist der verbesserte 3D-Effekt. Dank Headtracking erkennt die eingebaute Kamera im Gerät nämlich unsere Kopfposition und stellt den 3D-Effekt entsprechend ein. Wir müssen nun also nicht mehr zentral mittig auf den oberen Bildschirm gucken, sondern dürfen unseren Blickwinkel auch ändern - der Effekt bleibt immer gleich. Beim ersten Anspielen funktionierte das hervorragend und ist eine deutliche Verbesserung zum ersten 3DS.

Der New 3DS erscheint am 13. Februar zum Preis von 169 Euro im Handel, der New 3DS XL kostet 199 Euro.

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