Nintendo - Wii Motion Plus - Zu teuer während Wii-Entwicklung

Reggie Fils-Aime rechtfertigt Entscheidung, die 1:1-Bewegungserkennung nachzuliefern.

von Daniel Feith,
07.10.2008 13:34 Uhr

Auf der diesjährigen E3 stellte Nintendo eine Art Hardware-Addon für die Wiimote des Nintendo Wii vor. Wii Motion Plus ist ein kleiner Adapter, der in die Nunchuk-Buchse der Wiimote gesteckt wird und die Bewegungserkennung der Fernbedienung um ein Vielfaches verfeinert (wir berichteten).

Die Bewegungen des Spielers werden dank Gyroskop-Abfrage 1:1 umgesetzt - Spiele die auf exakter Abfrage der Wiimote-Position basieren, dürften hiermit einen weiteren Quantensprung in Richtung Realismus machen. Man stelle sich nur vor, die Bewegungen eines Star Wars-Lichtsäbels oder eines Golfschläger entsprechen genau denen, die der Spieler mit der Wiimote macht.

Bereits kurz nach Nintendos Vorstellung des Wii Motion Plus-Adapters kam allerdings die Frage auf, warum das Gerät nicht von Anfang an in der Wiimote verbaut wurde - bietet es doch genau die Präzision in der Bewegungserkennung, die Wii-Nutzern vor Launch der Konsole blumig versprochen wurde.

Der Präsident von Nintendo of America, Reggie Fils-Aime hat dazu nun Stellung genommen. Fils-Aime erklärt, dass Nintendo bereits von den Gyroskop-Chips der Firma Invensense wusste, als die Wii noch in der Entwicklung war. Die Technologie zum damaligen Zeitpunkt zu verwenden, wäre allerdings sehr kostspielig geworden und hätte das angestrebte Geschäftsmodell für die Wii nicht möglich gemacht. Nintendo positioniert die Wii seit Launch wesentlich preiswerter als die Konkurrenzkonsolen PlayStation 3 und Xbox 360 - mit Erfolg, wie die Verkaufszahlen belegen.

Ein fader Beigeschmack bleibt dennoch. Wenn Wii Motion Plus 2009 erscheint, darf der Endkunde doch wieder extra in die Tasche greifen - für Features, die die Konsole von Anfang hätte haben sollen.


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