Oddworld: Strangers Vergeltung im Test

Ein Kopfgeldjäger, lebende Munition und eine anstehende Operation - Freunde etwas anderer Kost kommen hier voll auf ihre Kosten!

von Bernd Fischer,
09.03.2005 09:57 Uhr

Die Westernstädte werden von leicht zurückgebliebenen Hühnern bevölkert. Es liegt an euch, ob ihr mit ihnen sprecht oder sie ausraubt. Screen: XboxDie Westernstädte werden von leicht zurückgebliebenen Hühnern bevölkert. Es liegt an euch, ob ihr mit ihnen sprecht oder sie ausraubt. Screen: Xbox

Dass der Beruf Kopfgeldjäger nicht unbedingt bei den örtlichen Arbeitsämtern ausgeschrieben ist, dürfte am hohen Berufsrisiko liegen. Davon abgesehen bietet der Job aber jede Menge Vorteile. Boba Fett zum Beispiel darf jederzeit im Sternenkreuzer mitfliegen, Colt Seavers braust in den heißesten Schlitten Richtung Sonnenuntergang. Umso mehr sind die armen Teufel zu bemitleiden, die den Beruf des Geldes wegen ausüben. Stranger ist ein Kandidat dieser Sorte. Er braucht dringend Flocken für eine Operation. Autowäscher sind zur Zeit nicht so gefragt, und mit seinem dürftigen Aussehen fällt auch eine Karriere als Model weg. Also bleibt ihm nichts anderes übrig, als fleißig auf Kopfgeldjagd zu gehen...


Genre: Action
Release: 03.03.2005

Nächster Halt: Chicken City

Wenn ihr die Gegner mit den bissigen Fuzzles beschießt, rennen sie wild um sich fuchtelnd um ihr Leben. Screen: XboxWenn ihr die Gegner mit den bissigen Fuzzles beschießt, rennen sie wild um sich fuchtelnd um ihr Leben. Screen: Xbox

Die erste Station auf eurer Reise zum OP-Tisch ist eine Wüstenstadt im Westernambiente. Wer hier auf menschliche Pistolenbrüder hofft, wird enttäuscht: In Oddworld ist alles etwas anders - Stranger sieht aus wie ein Löwe auf zwei Beinen, nur seine Bekleidung orientiert sich am Planeten Erde. Die Bevölkerung von Gizzard Gulch sind gackernde Hinterwäldler-Hühner, die zu allem ihren (oft unerwünschten) Senf ablassen. Ihr steuert Stranger aus der Verfolger-Perspektive, mit dem rechten Analog-Stick dreht ihr die Kamera frei um ihn herum. Lauft ihr länger in eine Richtung, nimmt euer lauffreudiger Bursche die Beine in die Hand und spurtet auf allen Vieren los. Wie ihr euch den Einwohnern von Oddworld gegenüber verhaltet, ist eure Sache. Wer brav mit ihnen spricht, bekommt kleine Hinweise zugesteckt. Wer lieber den harten Macker mimen will, lässt gleich die Fäuste sprechen und mopst den Federtieren kleine Geldsäcke aus den Taschen. Dann solltet ihr euch aber nicht wundern, wenn sich die Eierproduzenten vor euch verstecken - der so genannte Huhnfunk ist besser und schneller als sein Ruf! Von seinen blanken Fäusten abgesehen hat Stranger noch eine Armbrust im Gepäck. Durch Druck auf den rechten Analog-Stick schaltet ihr in eine Ego-Perspektive, in der ihr nach Lust und Laune ballern dürft. Auch in dieser Perspektive bewegt ihr den kranken Geldeintreiber frei. Es liegt also an euch, wie ihr Oddworld: Strangers Vergeltung spielt. In beiden Varianten lässt die Steuerung keine Wünsche offen, präzise lenkt ihr eure Figur über Stock und Stein.


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