Okami (Wii) im Test

Vier Pfoten für ein Halleluja: Die göttliche Wölfin Okami samt heiligem Zeicheninstrument jault nun auch auf der Wii.

von Nino Kerl,
06.06.2008 13:42 Uhr

Das Böse hat viele Gesichter -- genaugenommen acht. Der Dämon Orochi konnte seine Ketten sprengen und aus seinem finsteren Verließ entkommen. Ganz Nippon fällt der Rache des achtköpfigen Ungetüms zum Opfer: Das Land Japan verliert seinen göttlichen Segen. Bäume verrotten, Blumen bluten, Flüsse verfaulen – die Natur versinkt unter einem dunklen teerartigen Film. Der Glaube an die Götter scheint verloren. Als die letzten Hoffnungen schwinden kündigt ein lautes Jaulen die bevorstehende Rettung an: Die göttliche Wölfin Okami Amaterasu möchte dem fiesen Orochi einen dicken Strich durch die Rechnung machen – und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Okami
Genre: Action
Release: 13.06.2008

Schmierfinken kritzeln sich einen Wolf

In der Verfolgerperspektive steuert ihr den Vierbeiner durch riesige malerische Areale. Der Grafikstil des Action-Adventures sucht seit dem Ur-Okami auf der PlayStation 2 seines Gleichen: Die ganze Welt wirkt wie eine bildschöne japanische Tuschezeichnung. Dieses Stilmittel wurde im gesamten Spiel konsequent durchgesetzt: Dicke Konturen und verwaschene Farben treffen auf zahlreiche Einflüsse der japanischen Mythologie (Amaterasu-o-mi-kami, Susanoo etc.). Konsequent: gegen eure Gegner hechelt ihr nicht mit den üblichen Waffen an. Denn wer braucht schon eine Bombe, wenn man sich einfach eine zeichnen kann? Insgesamt erlernt ihr 13 unterschiedliche Maltechniken.

Durch einen simplen Tastendruck wechselt das Geschehen in den Zeichen-Modus. Die Zeit steht still, ein vergilbtes Pergament legt sich über die Welt. Mit dem Wiimote-Pinsel kritzelt ihr eine Brücke, um über eine Schlucht zu gelangen, schneidet einen Gegner mit einem vertikalen Strich in zwei Teile oder lasst die Nacht zum Tag werden, indem ihr eine Sonne an den Himmel schmiert. Hier ist eurer künstlerisches Talent gefordert: Im Gegensatz zur PlayStation 2-Version führen nur exakte Pinselstriche zum gewünschten Erfolg. Auch die Kampf-Steuerung ist in der Wii-Variante deutlich knackiger ausgefallen: Schüttelt die Wiimote, um eure Gegner zu attackieren. Die Bewegungserkennung funktioniert oft nicht optimal – das sorgt gelegentlich für Frust in den Auseinandersetzungen.

Hier findet ihr alle Screenshots zu Okami (Wii)

Das Testvideo zu Okami (Wii) könnt ihr hier anschauen

Den ausführlichen Test der PlayStation 2-Version von Okami findet ihr hier


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