OnLive - Auch auf dem Handy - Spiele-Streaming für unterwegs

Der Chef von OnLive gibt bekannt, dass auch Smartphones in der Lage sind, die neuesten Spiele zu streamen und den gleichen Funktionsumfang wie auf dem PC nutzen.

von Daniel Raumer,
16.11.2009 12:00 Uhr

Steve Perlman, Chef des Spiele-Streaming-Dienstes OnLive, gibt im offiziellen Blog bekannt, dass Spieler auch unterwegs auf ihren Mobiltelefonen den Dienst nutzen können. Auf der diesjährigen Games Developers Confernce (GDC) in San Francisco wurde der Dienst OnLive erstmalig dem Fachpublikum vorgestellt: Er soll es möglich machen, aktuelle Spiele auch auf Rechnern ohne viel Leistung zu spielen. Die nötige Rechenleistung wird an anderer Stelle erbracht: auf den Servern von OnLive. Die Daten werden komprimiert über das Internet übertragen und dann auf dem Zielrechner oder dem Fernseher in Verbindung mit der hauseigenen OnLive MicroConsole dargestellt. Damit könnte OnLive zu großen Konkurrenz für Xbox 360, PlayStation 3 und Wii werden.

Bisher sprachen die Entwickler immer nur von Computern oder Fernsehern als Endgeräten. Nun soll das Spielen aber auch auf Smartphones, wie beispielsweise Apples iPhone, möglich sein. Und das, wie Perlman versichert, ohne Einschränkungen: »Heute (…) haben wir OnLive gleichzeitig auf zwei iPhones, einem Fernseher und einem Computer gezeigt. Wirklich toll ist die Tatsache, dass alle vier Geräte Zugang zum kompletten OnLive-Service hatten: Sie konnten die gleichen Spiele spielen, sich gegenseitig zusehen, Gameplay-Videos anschauen, Spieleprofile vergleichen und vieles mehr.«

Seit Anfang September läuft in den USA die Beta-Phase von OnLive. Vor der Anmeldung wiesen die Programmierer extra darauf hin, dass Spieler keine Highend-Hardware bräuchten, um an der Beta teilnehmen zu können. Die Testphase soll auch zeigen, inwieweit auch alte Rechner in der Lage sind OnLive-Spiele darzustellen.

Lauf eigener Aussage auf der Homepage soll OnLive noch 2009 in den USA an den Start gehen und dann dort für alle Spieler verfügbar sein. Wann der Dienst in Europa startet, ist noch nicht klar.


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