OnLive - Fragwürdige Abopolitik - Nutzer erwirbt begrenzte Lizenz

Wer zum Start von Onlive auf niedrige Preise gehofft hat, wird enttäuscht. Auch die Lizenzklausel in den AGB sorgt für Diskussionen.

von Daniel Raumer,
22.06.2010 10:08 Uhr

Nach einer mehrmonatigen Betaphase geht Spielestreaming-Dienst OnLive in den USA in den regulären Betrieb über. Deswegen hat das Unternehmen seine endgültigen Preise und die Allgemeinen Geschäftsbedinungnen veröffentlicht. Im 'Kleingedruckten' findet sich aber eine sehr diskussionswürdige Klausel: Nutzt ein Spieler seinen Account über den Zeitraum von 12 Monaten nicht, wird der komplette Zugang gelöscht. Alle über OnLive gekauften Spiele, freigeschaltete Erfolge oder mit anderen Nutzern geschriebene Nachrichten sind damit unwiederbringlich weg.

Aber auch Spieler, die ihren Zugang öfter nutzen, erwerben für alle Spiele momentan nur eine Lizenz bis zum 17. Juni 2013. Es ist allerdings möglich, dass – den Erfolg von OnLive vorausgesetzt – der Zeitraum nachträglich verlängert wird.
OnLiveOnLive Die Preisgestaltung von OnLive nimmt sich im Moment auch nicht gerade wie eine Kampfansage an den Einzelhandel an: Aktuelle Spiele wie Splinter Cell: Conviction oder Prince of Persia: Die vergessene Zeit kosten zwischen 59,99 US-Dollar und 49,99 US-Dollar. Etwas ältere Spiele wie ein Borderlands können für 29,99 Dollar gekauft werden oder für 8,99 (5 Tage) oder 5,99 (3 Tage) Dollar gemietet werden.

Zusätzlich zu den einzelnen Spielen ist auch noch eine allgemeine Mitgliedsgebühr für OnLive zu entrichten. Zum Start gibt es ein limitiertes Angebot für die erste Anmeldung. Demnach ist die Nutzung ein Jahr kostenlos, danach kostet sie 4,95 Dollar pro Monat.

Das gilt aber vorerst alles nur in den Vereinigten Staaten. Ein Starttermin und die Preise für Europa sind noch nicht bekannt.

» Alle Infos über Onlive in unserem Special 'Die Zukunft der Videospiele?'


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