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Operation Flashpoint: Dragon Rising

Früher brauchte man lediglich einen Prinzen und ein Schwert, um einen Drachen zu besiegen. Heute benötigt man Helikopter, Panzer und zahllose Soldaten.

von Kai Schmidt,
10.07.2008 17:04 Uhr

Wir verdrehen die Augen. Was hat Clive Lindop gerade gesagt? Der bei Codemasters beschäftigte Senior Designer, ein wandelndes Militärlexikon, bestätigt, dass wir richtig gehört haben: Vor ein paar Wochen hat die US-Armee die Muster ihrer Tarnanzüge vergrößert. Man sei gleich nachgezogen und habe die Uniformen der Marines im Spiel entsprechend angepasst.

Wir stehen in einer gigantischen, ehemaligen Scheune, die nur noch von außen als solche zu erkennen ist. Die Scheune befindet sich in der Nähe von Southam im englischen Warwickshire, Touristen auch als Shakespeare Country angepriesen. Wo früher Kühe und landwirtschaftliches Gerät der Familie Darling (Gründer von Codemasters) standen, brummen heute auf zwei Etagen und in zig Räumen Rechner. Hier entsteht der Taktik-Shooter Operation Flashpoint: Dragon Rising, das bisher größte Projekt von Codemasters.

Kriegsgrund: Bodenschätze

Eigentlich passt die Bezeichnung Taktik-Shooter nicht so recht auf Operation Flashpoint 2. Das Spiel soll nämlich eine enorm exakte Militär-Simulation werden. Basis ist ein fiktiver, aber dennoch nicht weit hergeholter Konflikt: Codemasters lässt bekannte Schlachtfelder sowie Feindbilder links liegen und wendet sich weit in den Osten, zum nördlichen Pazifik. Dort liegt die russische Insel Sachalin, auf der seit 1996 Erdgas und Erdöl gefördert werden. Beteiligt sind japanische und amerikanische Firmen sowie der größtenteils staatlich geleitete russische Energiekonzern Gazprom. Mit China wurde bereits ein Vertrag über Gaslieferungen abgeschlossen, doch die Fertigstellung der Pipeline wird von Russland verhindert. Man führt ökologische Bedenken an. Experten vermuten aber, dass Gazprom die für China vorgesehenen Ressourcen selbst nutzen möchte. Soweit die Wirklichkeit.

Codemasters passt die Realität geringfügig an und verfrachtet die Bodenschätze auf das Eiland Skira. Diese Insel existiert tatsächlich, wenn auch unter anderem Namen. Die Entwickler prüften per Satellitenbild Hunderte von Inseln und entschieden sich dann für eine Landmasse der Aleuten (Inselkette zwischen Alaska und Russland im südlichen Beringmeer). »Darauf haben wir sandige Küstenabschnitte, felsige Hügelketten, reichlich Wald, Sumpfgebiete, Flüsse und im Osten sogar einen kleinen Vulkan«, erklärt uns Lead Artist Mike Smith diese Wahl.

Kriegsgegner: ein Drache

In diese dünn besiedelte Idylle setzt der Entwickler ein kleines US-Konsulat mitsamt einigen Soldaten, die für die Sicherheit der amerikanischen Landvermesser sorgen sollen. Und dann lässt Codemasters, wie es der Untertitel »Dragon Rising« verheißt, den chinesischen Drachen aufsteigen: Die Volksbefreiungsarmee (VBA) überfällt das Eiland und zwingt die Amerikaner zur Flucht. Bald darauf erreicht die US-Regierung ein Hilferuf der Russen. Moskau bittet um militärische Unterstützung gegen die VBA. Die Amerikaner sagen zu und entsenden die USS Iwo Jima nach Skira.

Die sechs Tage umfassende Kampagne auf US-Seite beginnt mit der Flucht von Skira. Jeder Tag soll zwischen drei und vier Missionen umfassen. In der zweiten Mission steckt ihr in der Haut eines Infanteristen, der nachts mit seinen Kameraden an Skiras Küste landet. Ziel ist es, die Flugabwehrgeschütze und Antischiffsraketen der Chinesen auszuschalten, um so den Weg zum Flughafen frei zu räumen.

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