Paper Mario: Sticker Star im Test - Ohne Levelaufstieg durch neue Levels

Im Test zu Paper Mario: Sticker Star für den Nintendo 3DS kleben wir die namensgebenden Sticker nicht nur ins Sammelheft, wir klatschen sie auch noch unseren Gegnern um die Ohren.

von Maximilian Lechner,
13.11.2012 16:20 Uhr

Gameplay-Trailer zu Paper Mario: Sticker Star Gameplay-Trailer zu Paper Mario: Sticker Star

Paper Mario: Sticker Star geht im Vergleich zum Vorgängerspiel Super Paper Mario (Wii, 2007) einen Schritt zurück, gleichzeitig aber mindestens zwei nach vorne. So gibt es endlich wieder die rundenbasierten Kämpfe, wie man sie aus den ersten beiden Teilen kennt, und Marios Abenteuer spielt wieder im vertrauten Pilzkönigreich.

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Einige entscheidende Konventionen hat Entwickler Intelligent Systems aber diesmal über Bord geworfen. Das Spiel besitzt nämlich eine Weltkarte mit einzelnen Levels, wie man es auch aus anderen Mario-Spielen kennt, nicht aber von Paper Mario. Frei erkundbare Städte und witzige Dialoge mit anderen Spielfiguren sind dagegen deutlich seltener geworden. Ist das also überhaupt noch ein Rollenspiel, oder bloß eine abgespeckte Variante der Paper Mario-Spiele?

Sieben Dragonballs? Nein, fünf Royalsticker!

Die Geschichte von Paper Mario: Sticker Star ist, wie man es oft von Nintendo kennt, eher simpel. Mario und die anderen Bewohner des Pilzkönigreichs treffen sich zum Stickerfest im kleinen idyllischen Dorf Stickershoven. In dieser besonderen Nacht erscheint nämlich jedes Jahr ein Sticker-Komet, der die Wünsche der Anwesenden in Erfüllung gehen lässt. Und wie wir unseren Lieblingsschurken Bowser kennen, lässt der sich natürlich die Gelegenheit nicht entgehen, um allen Pilzköpfen den Spaß zu verderben.

Er platzt auf die Bühne, wo Prinzessin Peach den Sticker-Kometen präsentiert, und berührt ihn. Und prompt zerlegt es den Wunschkometen in seine Einzelteile - die sogenannten Royalsticker, die jetzt auf der ganzen Welt verstreut sind. Bowser selbst wünscht sich standesgemäß natürlich die Krone des Königreichs und erlangt durch den Sticker besondere Macht: Er glitzert und ist damit selbst für Mario zu stark.

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Als würde das nicht reichen, bricht im Pilzkönigreich ein Chaos aus. Klar, dass Mario die gelbgrüne Stachelschildkröte damit nicht davonkommen lassen kann. Also macht er sich mit seiner neuen und einzigen Gefährtin Kersti auf die Suche nach den verstreuten Royalstickern, um Bowser das Handwerk zu legen.

Die Geschichte mit diesem netten Intro, wird dann aber eher schwach weiter erzählt und kaum wie in den Vorgängerspielen durch ansprechbare Personen, unterschiedliche Dörfer und Zwischensequenzen vorangetrieben.

Ab und an streuen die Entwickler zwar nette erzählerische Abschnitte in den Levelalltag ein, die wir an dieser Stelle aber nicht verraten wollen, doch die Kreativität der Peachabschnitte aus Paper Mario: Die Legende vom Äonentor (GameCube, 2004) erreichen sie nicht ansatzweise. So bleibt zumindest die Geschichte und die Erzählweise auf Standard-Mario-Niveau und erreicht nicht die Rollenspielqualität der Vorgängerteile.


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