PlayStation 4 - »SharePlay« erklärt, auf eine Stunde pro Session begrenzt (Update)

Der Vorsitzende von Sony Worldwide Studios, Shuhei Yoshida, hat in einem Interview die Funktionsweise der kürzlich angekündigten »SharePlay«-Funktion für die PS4 erklärt. Zudem hat Sony die Einschränkung auf 60 Minuten pro Session bestätigt.

von Tobias Münster,
15.08.2014 14:18 Uhr

Shuhei Yoshida erklärt die angekündigte »SharePlay«-Funktion der PlayStation 4.Shuhei Yoshida erklärt die angekündigte »SharePlay«-Funktion der PlayStation 4.

Update (15. August): Kurz nachdem Shuhei Yoshida neue Details zu der Funktionsweise von »SharePlay« bekannt gegeben hat, hat Sony noch eine Einschränkung dafür bestätigt. Gegenüber den Kollegen von GameSpot sagte der PlayStation-4-Hersteller, dass sich »SharePlay« nur für maximal eine Stunde pro Session nutzen lassen soll.

Nach diesem Zeitraum wird der Stream offenbar automatisch getrennt. Es scheint aber nichts dagegen zu sprechen, sofort wieder eine neue Verbindung aufzubauen - vorausgesetzt, der Eigentümer des Spiels verschickt wieder eine Einladung.

Die Anzahl der möglichen »SharePlay«-Sessions wird laut Sony nicht begrenzt. Shuhei Yoshida hatte schon bestätigt, dass »SharePlay«-Nutzer auch eigene Spielstände anlegen können.

Originalmeldung: Erst am Dienstag hatte Sony im Rahmen seiner Gamescom-Pressekonferenz die neue »SharePlay«-Funktion für die PlayStation 4 angekündigt, die mit dem Firmware-Update 2.0 integriert werden soll. Damit soll es Spielern ermöglicht werden, praktischen jeden PS4-Titel online mit Freunden zusammenzuspielen beziehungsweise »zu teilen«, selbst wenn diese keine Kopie davon besitzen. Dass die Funktion nicht auf Multiplayer-Partien beschränkt ist, hat der Vorsitzende von Sony Worldwide Studios, Shuhei Yoshida, jetzt im Interview mit Famitsu (via Kotaku) bestätigt.

Er beschreibt das »SharePlay«-Feature als »so eine Art Mini-PlayStation-Now«. Wie bei dem Cloud-Gaming-Dienst landen die Spiele dann als Stream auf der eigenen PlayStation 4. Yoshida führt ein einfaches Beispiel an:

»Sagen wir mal, ein Freund hat ein Spiel, das ich nicht besitze. Dann frage ich ihn, ob er es mich spielen lässt. Und sobald er mir eine Einladung schickt, kann ich auf seine PS4 zugreifen und darauf spielen, die Wiedergabe empfange ich als Stream. Man könnte sagen, es ist eine Art Mini-PlayStation-Now.«

»SharePlay« funktioniert also ganz so, als würde man seine PlayStation einer anderen Person im Wohnzimmer überlassen - nur eben online. Sony führte zu der Ankündigung ja auch schon den Vergleich mit einer »virtuellen Couch« an. Wer seine Konsole damit allerdings einem Freund zur Verfügung stellt, wird währenddessen selbst nichts anderes spielen können.

Empfänger des Streams werden laut Yoshida Spielstände in ihrem Account ablegen können, die sich natürlich auch dann weiterführen lassen, wenn man sich einen Titel selbst zulegt.

»SharePlay« soll zum allgemeinen Umfang der PlayStation-4-Funktionen gehören, »Entwickler müssen gar nichts dafür tun, damit ihre Spiele damit kompatibel werden«, so Yoshida.

Voraussetzung dafür, PS4-Spiele mit Freunden zu teilen wir allerdings eine PlaySation-Plus-Mitgliedschaft. Die Veröffentlichung des Firmware-Update 2.0 ist für den Herbst vorgesehen. Neben der »SharePlay«-Funktion sollen damit auch weitere Community-Features wie etwa eine neue Suche nach Freunden oder Freundes-Vorschläge integriert werden.

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