Sony PlayStation VR mit Brille - Wie gut klappt das?

Die PlayStation VR ist unscharf, Spiele sehen verwackelt oder verwaschen aus - das kann bei Brillenträgern schon mal vorkommen. Kann man die Sehhilfe trotzdem tragen oder muss man sie für das VR-Vergnügen absetzen? Unser Redakteur Christian Fritz Schneider hat die Verkaufsversion der PlayStation VR mit Brille ausprobiert. Das hat gut funktioniert, trotzdem ist VR für ihn gestorben.

von Christian Fritz Schneider,
14.10.2016 11:00 Uhr

Sony PlayStation VR lässt sich sehr bequem mit einer Brille nutzen. Ob einem beim Spielen nach rund 45 Minuten allerdings schlecht wird, muss jeder Spieler selbst trotzdem herausfinden. Es gibt keine Vorwarn-Signale.Sony PlayStation VR lässt sich sehr bequem mit einer Brille nutzen. Ob einem beim Spielen nach rund 45 Minuten allerdings schlecht wird, muss jeder Spieler selbst trotzdem herausfinden. Es gibt keine Vorwarn-Signale.

Muss ich meine Brille abnehmen, wenn ich mit der neuen Sony PlayStation VR spielen will? Diese Frage konnte ich mir bislang nicht beantworten, weil ich das PS4-exklusive VR-Gerät noch auf keiner Messe oder bei Vorab-Events ausprobiert hatte.

Doch jetzt ist die Verkaufsversion da und ich habe sie gestern Abend eine Stunde lang ausprobiert. Die gute Nachricht: Die PS VR lässt sich sehr bequem mit Brille nutzen - zumindest, wenn sie nicht zu groß ist. Jedenfalls waren weder die Bügel noch das Gestell meines Models eine Einschränkung beim Tragekomfort der PlayStation VR. Wichtig ist aber, die Linsen der PSVR je nach Spiel nahe ans Auge heranzuführen, um die Schärfe einzustellen. Hierbei kann das Innere des Headsets durchaus an die Brille stoßen.

Tipp: Die Sehhilfe selbst etwas nach hinten übers Ohr schieben, dann sollten auch Brillenträger keine Probleme haben.

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VR-Krankheit ohne Vorwarnung

Die schlechte Nachricht: Von der VR-Krankheit bin ich nicht verschont geblieben. Nach 30 Minuten Spielzeit mit EVE: Valkyrie ging es mir noch halbwegs gut. Nach dem Wechsel auf DriveClub VR und weiteren 30 Minuten musste ich abbrechen. Ich hatte Schüttelfrost, kalten Schweiß an Rücken und Armen, und mein Magen war im Alarmzustand.

Ich hatte noch nie Motion Sickness und werde auch nicht seekrank. Allerdings hatte ich ähnliche Erfahrungen wie mit der PlayStation VR auch schon beim frühen Test-Gerät der Oculus Rift gemacht. Die Symptome hielten auch nach dem Abnehmen der VR-Brille noch rund zwei Stunden lang an. Für mich ist VR damit vorerst gestorben - so gut sind die Spiele sicher nicht, dass ich mir das freiwillig nochmal antue.

Wem wird bei welchem Spiel schlecht?

Wer also über einen Kauf der Sony PS4 nachdenkt, sollte das Gerät längere Zeit ausprobieren können. Ob man die VR-Brille verträgt, lässt sich leider nicht anders herausfinden. Es heißt zwar auch, dass bestimmte Spiele und Bewegungen schwieriger sind, doch wirklich verlässlich sind diese Aussagen nicht.

Spiele in denen man sitzt, beispielsweise Rennspiele oder die Weltraum-Simulation Valkyrie sollten eigentlich eher verträglich sein. Ego-Shooter in denen man sich frei bewegt, gelten als Problemfälle.

Mit der steigenden Verbreitung der VR-Hardware, treten die Beschwerden aber vermehrt auf und auch oft unabhängig vom Spiel.

Allgemein fallen die ersten Tests zur PlayStation VR aus englischsprachigen Quellen optimistisch, aber nicht durchweg überzeugt aus. Uns sind beim ersten Ausprobieren vor allem die Tracking-Probleme aufgefallen, für die es aber Lösungsansätze gibt.

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