Pro Evolution Soccer 6 - DFL bezieht Stellung

Keine deutschen Teams im neuesten Teil der Soccer-Simulation.

von Denise Bergert,
24.10.2006 08:32 Uhr

Kurz vor der Veröffentichung von Konamis Pro Evolution Soccer 6 bezieht die Deutsche Fussball Liga (DFL) nun Stellung zu den Namensverboten deutscher Klubs im Spiel. Im sechsten Teil der Fussball-Simulation steht lediglich der FC Bayern München zur Auswahl, weitere deutsche Vereine fehlen gänzlich und werden nicht einmal mit verfremdeten Namen genannt. Die DFL veröffentlichte diesbezüglich heute folgende Stellungnahme:

"Die unautorisierte Nutzung bzw. Bereitstellung der Originaldaten der Bundesliga stellt eine Verletzung von Rechten der Clubs und Spieler dar, die der DFL für so genannte Gruppenvermarktungsmaßnahmen zur exklusiven Verwertung eingeräumt worden sind. Die Club- bzw. Verbandsnamen und -logos sind gegen die ungenehmigte Verwendung durch Dritte marken- und wettbewerbsrechtlich geschützt. Namen und Bildnisse der Bundesligaspieler dürfen als Teil ihrer Persönlichkeitsrechte ebenfalls nicht unautorisiert verwendet werden (ausgenommen ist jeweils die reinen Informationszwecken dienende und von Art. 5 GG geschützte Berichterstattung in den Medien). Die DFL musste daher schon im Interesse der Clubs und Spieler gegen die genannten Rechtsverletzungen vorgehen.

Zugleich dienten die angesprochenen Maßnahmen aber auch unserem Vertragspartner, dem Unternehmen Electronic Arts (EA), dem wir das exklusive Recht zur Nutzung der genannten Bezeichnungen und Symbole im Rahmen interaktiver Fußball-Unterhaltungssoftware eingeräumt haben. EA unterstützt durch die Zahlung von Lizenzgebühren den Profifußball in Deutschland in besonderem Umfang - was mittelbar auch der Qualität des Bundesliga-Fußballs und dadurch auch den Zuschauern in den Stadien zu Gute kommt - und hat einen Anspruch darauf, die vertraglich eingeräumten Rechte tatsächlich zu erhalten.

Da wir somit zum Schutz des partnerschaftlichen Vertragsverhältnisses mit EA und im Gesamtinteresse der Liga zwingend verpflichtet sind, jegliche Verletzung der eingeräumten Rechte zu unterbinden, gab es zu den in Rede stehenden Maßnahmen keine Alternative, selbst wenn durch sie im Einzelfall auch Fußballfans betroffen wurden."


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