Jetzt mit Plus alles auf einer Seite lesen

Jahres-AboUNSER TIPP

12 Monate

 Bester Preis
 Heftarchiv jederzeit buchbar
2,99€

pro Monat

Auf geht's
Quartals-Abo
3,99€

pro Monat

3 Monate

 20% günstiger als Flexi-Abo
 Heftarchiv jederzeit buchbar
3,99€

pro Monat

Auf geht's
Flexi-Abo
4,99€

pro Monat

1 Monat

 Monatlich kündbar
 Heftarchiv jederzeit buchbar
4,99€

pro Monat

Auf geht's

Prototype 2 - Vorsicht Ansteckungsgefahr!

Hellers Wahnsinn: So abgedreht wie im Actionspiel Prototype 2 von Activision und Radical war eine Virus-Infektion noch nie!

von Tobias Veltin, Antonia Seitz,
31.01.2012 17:20 Uhr

Einen liebgewonnenen Helden plötzlich in einen Bösewicht zu verwandeln ist meist ein gewagtes Kunststück. Bei Metal Gear Solid und Big Boss hat es zwar funktioniert, bei Serien wie Super Mario oder Halo würde es aber wohl niemandem richtig schmecken, dem Klempner eins auf die Mütze zu geben oder den Master Chief in einem spektakulären Endkampf das Licht auszuknipsen.

Prototype 2 dagegen versucht genau diesen Drahtseilakt und verwandelt den etablierten Hauptcharakter in den Erzfeind des Spielers. Wobei etabliert sicherlich ein wenig übertrieben ist. Prototype 1 erschien nämlich niemals in Deutschland, und der mit Superkräften ausgestattete Protagonist Alex Mercer ist hierzulande nur einem Bruchteil der Spielerschaft bekannt. Mit neuem Held und altem Setting wollen die kanadischen Entwickler von Radical Entertainment den ersten Teil von 2009 würdig fortsetzen und die Serie auch in Deutschland bekannter machen. Das Open-World-Actionspiel für PlayStation 3 und Xbox 360 soll dabei sämtliche Schwächen des Vorgängers ausmerzen und erneut für abgedrehten Virus-Wahn sorgen. Wir verraten euch, wie es im Moment mit Prototype 2 aussieht.

Showdown im Chaos

Wir erinnern uns: Im ersten (in Deutschland nie erschienenen) Teil schnetzelte sich Alex Mercer mit Superkräften durch New York City, brachte den todbringenden Blacklight-Virus über die Stadt und schwang sich dadurch zum gottgleichen Kämpfer und purer Verkörperung des Virus auf. Prototype 2 spielt 14 Monate nach den Geschehnissen des ersten Teils. New York ist ein einziges Kriegsgebiet, trägt seit dem Virus-Ausbruch den Namen New York Zero, Mercer ist verschwunden aber schwebt immer noch wie ein bedrohlicher Schatten über den zerstörten Wolkenkratzern und verwüsteten Straßen der Metropole.

Die Wut und Trauer über den Verlust seiner Familie steht James Heller quasi ins Gesicht geschrieben.Die Wut und Trauer über den Verlust seiner Familie steht James Heller quasi ins Gesicht geschrieben.

In Prototype 2 schlüpfen wir in die Rolle von Sergeant James Heller. Der diente als Soldat in Kriegsgebieten wie dem Irak oder Afghanistan, während sich in seiner Heimatstadt Schreckliches zutrug. Wer jetzt denkt, die Entwickler würden Mercer einen sauber-patriotischen Kriegshelden gegenüber stellen liegt falsch. Heller ist durch seine Kriegserlebnisse und den Verlust seiner Familie traumatisiert und wird von einem gefährlichen Gefühlscocktail aus Rachedurst und Todessehnsucht getrieben. Es verwundert also nicht, dass Heller der erste ist, der sich freiwillig zu einem Selbstmordkommando meldet, das ihn mitten ins Herz der Finsternis schickt, dorthin wo Alex Mercer auf neue unschuldige Opfer lauert.

Mit der praktischen Sichelarmfähigkeit ist auch dieser Gegner kein Problem.Mit der praktischen Sichelarmfähigkeit ist auch dieser Gegner kein Problem.

Der ehemalige Familienvater steht sehr bald dem Zerstörer des eigenen Glücks gegenüber. Mitten in New York treffen Heller und Mercer aufeinander. Klauen fliegen, Blut spritzt, Knochen krachen. Doch trotz erbitterter Gegenwehr bekommt Heller im Kampf ordentlich auf den Deckel, zudem infiziert Mercer auch ihn mit dem aggressiven Virus. Das entfaltet bei Heller eine ähnliche Wirkung wie bei Alex Mercer. Anstatt zu sterben oder zum willenlosen Zombie zu mutieren, verfügt Heller plötzlich über Superkräfte, die ihn zum größten Albtraum seines Schöpfers machen.

Mutanten-Parcours

Während es in Prototype 2 also einen neuen Helden mit dem ältesten Handlungsmotiv der Welt – Rache - gibt, bleibt der Schauplatz der alte – naja nicht ganz -- etwas modifiziert wurde die amerikanische Metropole New York Zero dann doch. Manhattan wurde nach der Infektion durch das Virus in unterschiedliche Zonen eingeteilt, die nach Infizierungsgrad gestaffelt sind. In der grünen Zone ist die Welt dank strikter Militärabsicherung und einer Organisation namens Blackwatch (mit der Eindämmung des Blacklight-Virus beauftragt) halbwegs in Ordnung.

Die gelbe Zone wird von Industrie und Zufluchtsgebieten beherrscht, weshalb das Stadtbild von Baracken und Behelfsbauen geprägt ist. Zwar lebt man hier frei von der tödlichen Infektion, aber das Leben ist hart. Auf engstem Raum in schäbigen Containern zu hausen setzt der Bevölkerung sichtlich zu. Viele sind krank und erschöpf, was sich in Kleidung, Haltung und dem Verhalten zeigt. Damit das auch glaubwürdig rüberkommt, prahlen die Entwickler mit verbesserter KI der Mitbürger.

In der roten Zone hat sich das Virus schließlich vollends Bahn gebrochen. Neben den Bestien, ist das Stadtbild selbst auch enorm vom Virus geprägt. Wie schon auf der USG Ishimura aus Dead Space werden auch in Prototype 2 Straßen und Häuser stellenweise von fleischigen Gewebewucherungen verschlungen. In diesem Chaos-Szenario setzt das Spiel Heller aus.

Prototype 2 - New York Zero - Trailer 4:45 Prototype 2 - New York Zero - Trailer

Wie schon der Vorgänger setzt auch Prototype 2 auf eine weitläufige, frei erforschbare Umgebung. New York Zero ist frei begehbar und allerlei interessante Örtlichkeiten warten nur darauf, erforscht zu werden. Darüber hinaus wuseln zig Passanten durch die Häuserschluchten und sorgen für den Eindruck einer belebten, wenn auch ziemlich tief in der Patsche steckenden Stadt. Die Bewegung durch New York Zero ist dabei vollkommen barrierefrei; leichtfüßig turnt Heller mit Affenzahn durch die Straßen oder läuft sogar vertikal an Häuserwänden empor.

Dank der grenzenlosen Bewegungsfreiheit, kämpfen wir auch auf den Dächern der MetropoleDank der grenzenlosen Bewegungsfreiheit, kämpfen wir auch auf den Dächern der Metropole

Das sorgt so schnell für ein sehr dynamisches, Parcours-ähnliches Spielgefühl, denn horizontale und vertikale Grenzen wie zum Beispiel in GTA 4 sind bei Prototype 2 schlicht nicht vorhanden. Tatsächlich fühlen wir uns als Heller vollkommen frei und losgelöst, sämtliche Bewegungen fließen harmonisch ineinander über, die Stadt scheint unter uns dahinzugleiten. Lässig an Gebäuden entlangrennen, danach meterweit über den Asphalt schlittern und im nächsten Moment mit einem gewaltigen Satz dem New Yorker Verkehr ausweichen? Für den agilen Heller ein Kinderspiel!

1 von 4

nächste Seite



Kommentare(3)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.