PS3: Details zum CELL-Chip

von Heiko Häusler,
08.02.2005 13:59 Uhr

Wie gestern angekündigt haben Sony, IBM und Toshiba heute einige Details zum CELL-Chip, dem Hauptprozessor der Playstation 3 veröffentlicht. Auf einer Fachkonferenz in San Francisco gaben die drei Konzerne Einblick in das Innenleben des Chips. Es handelt sich um eine kompatible Weiterentwicklung der 64-Bit-PowerPC-Architektur (Apple G5) mit acht Prozessor-Kernen. Insgesamt verfügt der Chip über 2,5 MByte Speicher: 512 KB Level-2-Cache für die Steuer-CPU und achtmal 256 KB in den SPUs. Der Prototyp ist in einem 90-Nanometer-Prozess gefertigt und beansprucht einen Platz von 221 Quadratmillimeter.
Er hat Taktgeschwindigkeiten bis zu 4,6 GHz erreicht. In grafischen und visuellen Anwendungen soll CELL mehr als 256 GFlops leisten. Jim Kahle, IBMs Technologiedirektor für das CELL-Projekt: "Bisherige Prozessoren in Entertainment- und Spieleanwendungen werde die Leistung des Cell bis zu zehnmal übertreffen."
In der Pressemitteilung verweist Sony vor allem auf die Flexibilität der Architektur: So könnten unterschiedlichste Betriebssysteme wie Linux oder Echtzeit-Betriebsysteme für Konsolen oder andere Home-Entertainment-Geräte - auch gleichzeitig - auf CELL-Chips laufen. Außerdem soll der Chip in der Lage sein, große Datenmengen über schnelle Internetverbindungen zu bewältigen.
Die Produktion der Chips soll bereits dieses Jahr in Amerika und Japan anlaufen. Die PS3 kommt irgendwann im nächsten Jahr auf den Markt. Den Spieleentwicklern soll laut Sony-Vizepräsident Masakazu Suzuoki genügend Zeit gelassen werden, um Spiele zu entwickeln, die die neue Technik ausnutzen.
Übrigens hat Sony gegenüber dem Kollegen von Gamespot bestätigt, dass die Playstation 3 noch vor der E3 im Mai enthüllt wird.


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