Race Driver: GRID im Test

3, 2, 1 – go! In Codemasters’ neuem PS-Spektakel erlebt ihr die derzeit dramatischsten Videospiel-Rennen überhaupt.

von Gamepro Redaktion,
26.05.2008 17:30 Uhr

Letzte Runde! Wir rasen im Porsche 911 GT mit 240 Sachen über den Nürburgring. Vor uns kämpfen zwei weitere Wagen des Zuffenhausener Edel-Autoherstellers verbissen um die Pole Position. Wir folgen den Streithähnen geduldig im Windschatten und warten auf eine günstige Gelegenheit zum Überholen. Da ist sie auch schon: Vor einer engen Schikane bremsen unsere Vordermänner ab, und wir versuchen uns innen vorbei zu mogeln. Doch wir sind zu schnell in die Kurve gefahren -- und landen beim Abbremsen unsanft im Kiesbett. Was in anderen Rennspielen gleichbedeutend mit einer sicheren Niederlage ist, bedeutet bei Race Driver: GRID für PlayStation 3 und Xbox 360 noch längst nicht das Ende aller Sieg-Träume. Dank der coolen Zeitsprung-Funktion könnt ihr nämlich auf Tastendruck jederzeit das Replay aktivieren, zurückspulen und an der gewünschten Stelle wieder ins Rennen einsteigen. Gesagt, getan: Wir reisen bis einige Meter vor der Kurve zurück und gehen diese nun behutsamer an. Zum Überholen des Porsche-Pärchens reicht es trotzdem. Eine halbe Minute später rauschen wir als Gewinner über die Ziellinie …

Von Anfang an Vollgas

Die Zeitsprung-Möglichkeit ist längst nicht das coolste, was euch in GRID erwartet. Die Rennspiel-Spezis von Codemasters servieren euch ein puristisches, aber extrem unterhaltsames PS-Spektakel, das sich auf das konzentriert, wonach 360- und PS3-Piloten lechzen: spannende Rennen inklusive der vollen Dosis Spielspaß. Wer Tuning-Orgien à la Need for Speed oder Setup-Tüfteleien wie in Forza Motorsport 2 mag, dem könnte GRID allerdings zu wenig bieten. Denn auf diese Inhalte haben die Entwickler bewusst verzichtet. Im Karriere-Modus -- dem Dreh- und Angelpunkt des Spiels -- geht’s nach Erstellung des Spielerprofils (auf Wunsch nebst vorgegebenen Spitznamen wie »Speedy« oder »Rakete«) ohne Umschweife zur Sache. Oder besser: auf die Piste. Eine rasante Kamerafahrt endet direkt im Cockpit eines dicken Muscle Cars. Während ihr euch noch an die Kontrollen gewöhnt, prescht ihr schon über die hügeligen Straßen von San Francisco. Habt ihr dieses erste Rennen überstanden, wobei die Platzierung erst mal keine Rolle spielt, seid ihr Teil der GRID-Welt.

Als Nachwuchspilot gilt es mal wieder, ganz nach oben zu kommen. Aus Fahrerangeboten unterschiedlicher Teams pickt ihr euch einen Wunsch-Event aus. Da ihr noch kein Geld habt, um einen eigenen Rennstall zu gründen, fahrt ihr anfangs die Wagen anderer Teams. Wenn ihr genügend Kohle gescheffelt habt, eröffnet ihr schließlich eure eigene Motorsport-Riege und designt Muster und Farben der Boliden. Später heuert ihr aus einem Pool von über 300 KI-Fahren fähige Piloten an, die an den Rennen teilnehmen und Geld sowie Punkte für euch verdienen. Steht ihr nach etlichen GRID-Saisons in der Teambestenliste und der Fahrertabelle an der Spitze, dann könnt ihr zu Recht auf euch stolz sein. Bis dahin ist es jedoch ein langer Weg. Zuvor müsst ihr unzählige Renn-Wettbewerbe meistern, die dafür benötigten Autos kaufen, Lizenzen erwerben und zahlungskräftige Sponsoren für euch gewinnen, deren Logos den Lack der Wagen zieren.

Unser Testvideo zu Race Driver: GRID könnt ihr euch hier im Stream anschauen

Alternativ könnt ihr euch das GRID-Testvideo hier in HD-Qualität herunterladen


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