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Rainbow Moon im Test - Sommerurlaub am Mond

Rainbow Moon für die PS3 ist eine günstige, aber keineswegs billige Ode an klassische JRPGs. Wir haben das Download-Rollenspiel vom deutschen Entwickler-Team SideQuest Studios im Test.

von Patrick Mittler,
09.07.2012 15:06 Uhr

Rainbow Moon - Launch-Trailer ansehen 0:49 Rainbow Moon - Launch-Trailer ansehen

Entwickler SideQuest Studios probiert was Neues: Nach den beiden Söldner X -Teilen verabschiedet sich das deutsche Studio von den Sidescroll-Ballereien und versucht sich nun an einem waschechten Oldschool-Rollenspiel. Rainbow Moon ist ein nettes und für ein Downloadgame ziemlich ausuferndes RPG für alle Zocker, die gern stundenlang ihr Abenteurertrüppchen hochpäppeln und ein bisschen taktischen Anspruch zu schätzen wissen.

Des einen Freud…

Rainbow Moon ist genau so ein RPG, wie es sich Enthusiasten mit Retro-Affinität wünschen. Und das heißt im Grunde eine Verbeugung vor klassischen japanischen Rollenspielen, inklusive exzessivem Grinding, beeindruckendem Umfang (knapp 100 Stunden inklusive Nebenaufgaben) und einem Kampfsystem, in das man sich stundenlang verbeißen kann. Eingepackt ist das Ganze in eine ganz solide Präsentation: Die isometrische Ansicht ist hübsch detailverliebt, die Animationen wirken aber teilweise zu hampelig. Die Musik geht sofort ins Ohr, aber eine richtige Sprachausgabe fehlt und die fiepsigen Stimmfetzen wirken oft unfreiwillig komisch.

Schick, schick: Rainbow Moon schmeichelt das Auge mit detaillierter 2D-Optik.Schick, schick: Rainbow Moon schmeichelt das Auge mit detaillierter 2D-Optik.

Die Auseinandersetzungen (entweder ihr lauft in eine sichtbare Feindgruppe oder bestätigt aufploppende Zufallskämpfe) laufen rundenbasiert auf einem isometrischen Spielfeld ab. Bis zu drei eurer Helden dürfen ran und hauen mit den Gegnern rundenweise die Moves um die Ohren. Bei diesem Prinzip greifen die Zahnräder der Spielelemente ausgezeichnet ineinander. Ihr müsst darauf achten, wie ihr eure Helden bewegt, wie ihr Spezialattacken (etwa Flächenangriffe oder Lähmattacken) optimal einsetzt und welche Waffengattungen (jeder Held und Feind hat eine bestimmte) effektiv wären.

Abseits der Kämpfe dürft ihr gefundene Rainbow Münzen in neue Skills und neue Ausrüstung stecken oder bestehendes Heldenequipment beim Schmied verbessern. Auch das eigentliche Leveling passiert im Laden, denn dort gebt ihr Rainbow Perlen für RPG-typische Werte wie Stärke, Verteidigung, Schnelligkeit, Lebenspunkte usw. aus. Außerdem nehmt ihr in den Siedlungen natürlich Haupt- und Nebenquests an. Der Umfang macht dabei Vollpreis-Titeln alle Ehre: 120 Fertigkeiten, 100 verschiedene Gegner und 17 Charakterklassen sorgen dafür, dass ihr eine Weile beschäftigt seid.

Rainbow Moon - Screenshots ansehen

… des andern Leid

Rainbow Moon ist aber ebenso auch ein RPG, bei dem andere Spieler die Nase rümpfen. Schier endloses Grinding für neue Ausrüstung und neue Levels ist eben nicht Jedermanns Geschmack. Ebenso wenig die rudimentäre Story: Protagonist Baldren strandet auf dem titelgebenden Rainbow Moon und mit seiner Ankunft stürmen auch tausende feindselige Kreaturen den einstmals friedlichen Mond. Der wackere Kämpfer will natürlich wieder runter, aber vor der Abreise warten unzählige Quests, neue Gefährten und vor allem viele, viele Rundenkämpfe. Die Plot-Suppe ist genauso dünn, wie dieser kurze Absatz vermuten lässt und macht den sowieso schon zähen Einstieg ins Spiel noch ein ganzes Stück träger.

Die Gegner laufen meist sehr zahlreich auf. Die richtige Taktik hilft gegen die Flut.Die Gegner laufen meist sehr zahlreich auf. Die richtige Taktik hilft gegen die Flut.

Auch später bleiben richtige Wow-Momente die Ausnahme und blasse Charaktere die Regel, was wohl RPG-Fans und Anfänger gleichermaßen abtörnt. Neben diesem Stimmungskiller verhindern noch ein paar kleinere Komfortmängel den Aufstieg in höhere Wertungsweihen: Die Menüführung ist auf Steinzeitniveau, an vielen Stellen fehlt das Feedback (so wird nicht angezeigt, ob ihr alle Gegenstände einer Subquest beisammen habt) und das Nahrungssystem (eure Helden müssen regelmäßig etwas futtern, um fit zu bleiben) ist schlichtweg nervig und damit überflüssig.

Nichtsdestotrotz: Seid ihr Genre-Fan und macht euch ein bisschen Grinding nichts aus, fühlt ihr euch auf dem kunterbunten Mond sicher vom Fleck weg wohl. Rainbow Moon hat beinah alle wichtigen Elemente eines guten JRPGs und wird mit jedem neuen Skill, Gegenstand und vor allem mit jedem neuen Charakter ein Stück interessanter und vielfältiger.

1 von 2

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