Rayman Origins im Test - Ein Traum in Tinte

Gliedmaßen werden überschätzt. Wer braucht schon Arme und Beine, wenn man sein Haar zum Propeller umfunktionieren kann? Wie das geht, erfahrt ihr im Test für Rayman Origins für Xbox 360, PlayStation 3 und Wii.

von Antonia Seitz,
10.11.2011 18:00 Uhr

Wer dachte, die Zeiten großer Heldentaten seien für Rayman schon lange vorbei, der hat sich gewaltig geirrt! Auch wenn er sich die letzten Jahre mit Gastrollen bei den Raving Rabbids begnügt hat, konnte er das Abenteurer-Leben nie ganz aufgeben. Und so kehrt der Held ohne Arme und Beine jetzt endlich in sein gewohntes Leben zurück, um uns in Rayman Origins von seinem allerersten Abenteuer zu erzählen. Zusammen mit seinem besten Freund Globox und zwei Kleinlingen bestreiten wir die fulminante Reise in die Welt der Lums.

Rayman Origins
Genre: Action
Release: 24.11.2011

Rayman Reboot!

Im neuesten Teil der Rayman-Serie stürzen wir uns in ein Weltenretter-Abenteuer -- wie könnte es auch anders sein? Die fiesen Darktoons fallen in der Traumlichtung ein und sperren die dort lebenden Feen kurzerhand weg. Doch wie es sich für richtige Bösewichte gehört, reicht ihnen das noch lange nicht, und so reißen sie sich auch den Rest der Welt unter den Nagel. Alles was nun noch übrig ist, sind die zaubernden Kleinlinge. So kurz vor dem Untergang der Welt wissen sie keinen anderen Ausweg, als Rayman und seinen blauen Kumpanen Globox um Hilfe zu bitten.

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Diese Entscheidung werden sie sicher nicht bereuen. Denn auch wenn das Spiel Raymans allererste Heldentat beschreibt, ist er von Anfang an bereit, den Schurken ordentlich eins auf die Mütze zu geben. Ein wunderschön gewachsener Baum wird zu unserem Startpunkt und Hauptquartier. Wer im Spielverlauf fleißig kleine, gelbe Lums einsammelt, schaltet hier neue Charaktere für sich und seine Mitstreiter frei.

Mürrische Vögel!

In klassischem 2D geht es in die kunterbunte Rayman-Welt. Wie auch schon im ersten Spiel vor gut 15 Jahren heißt es wieder laufen, springen, schlagen -- und zwar von links nach rechts. Auf der immerwährenden Mission, wohlproportionierte Zauberfeen zu befreien, erledigen wir die knuddeligsten Gegner die man sich nur vorstellen kann. Denn in der vielfältigen Welt begegnen wir so allerhand Getier, das uns an den Kragen will. In der windigen Wüste geben wir etwa mürrischen Comic-Vögeln eins auf den Schnabel, während in der eisgekühlten Früchtepunschwelt bissige Piranhas nach uns schnappen. Wie gut, dass Rayman mit ein paar schlagkräftigen Händen und Füßen ausgestattet ist.

Am Ende eines Weltenbereichs steht man schon einmal einem riesigen rosa Monster als Endgegner gegenüber. Am Ende eines Weltenbereichs steht man schon einmal einem riesigen rosa Monster als Endgegner gegenüber.

Das altbekannte Helikopter-Haar, mit dem er über Abgründe gleiten und sogar auf Luftströmungen fliegen kann, thront auch diesmal wieder auf seinem Kopf. Da haben wir also den alten Spring-ins-Feld, wie wir in kennen. Doch das war noch lange nicht alles. Im Gegensatz zum klassischen Rayman hat der Hüpfheld nun sogar noch ein bisschen mehr drauf: Die Rennfunktion macht das Geschehen insgesamt dynamischer, und da er jetzt tauchen kann, entführt uns das Spiel in wunderschöne Unterwasserwelten. Die neuen Fähigkeiten ermöglichen viele abwechslungsreiche Spielmodi. So wird aus dem gewohnten von links nach rechts Laufen auch mal eine rasante Rutschpartie, ein feuchtfröhlicher Tauchgang oder ein schwindelerregender Höhenflug.

Auf dem Moskito entledigen wir uns lästiger Feuerteufel, während wir dem flammenden Chili ausweichen. Auf dem Moskito entledigen wir uns lästiger Feuerteufel, während wir dem flammenden Chili ausweichen.

Und dann gibt es da noch den Moskito. Im originalen Rayman-Spiel der erste Bossgegner, hüpfen wir jetzt auf den Rücken des lilafarbenen Gesellen und ballern uns durch spannende Flugpassagen. Gegen Ende hin wird dann der Schwierigkeitsgrad noch einmal ordentlich angehoben, damit auch die geschicktesten Spieler vor eine Herausforderung gestellt werden. Allerdings gibt es hier einige Passagen die man nur durch endloses Widerholen und Auswendiglernen schafft. Das hätte man sich ruhig sparen können!


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